Elektrostimulation

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Elektrostimulation: Schmerzlinderung und Muskelaufbau durch Reizstrom

Elektrostimulation und Reizstromtherapie sind zwei Begriffe für ein und dasselbe: Mittels winziger Stromimpulse können Muskeln gestärkt und Schmerzen unterdrückt werden. Die entsprechenden Geräte sind jedoch unterschiedlich. Daher sollten Sie vor dem Kauf zunächst wissen, welche Therapie Sie anstreben. Wir geben Ihnen gerne einen Leitfaden. Lesen Sie, was hinter den Abkürzungen EMS und TENS steckt und welche Geräte die richtigen für Ihre Beschwerden sind.

Gerät zur Elektrostimulation © madrolly, stock.adobe.com
Gerät zur Elektrostimulation © madrolly, stock.adobe.com
Gut zu wissen: Elektrostimulation gleicht in gewisser Weise der Akupunktur. Zwar werden keine Nadeln in die Haut gepiekst, die Stimulation der Nerven ist jedoch ähnlich.

EMS – Reizstrom zur Stimulation der Muskeln

Die drei Buchstaben EMS bedeuten Elektrische Muskel-Stimulation. EMS- Elektrostimulationsgeräte sind bewährte Helfer in der Rehabilitation. Sie werden eingesetzt, um beispielsweise nach einem Unfall oder einer Verletzung das Muskelgewebe gezielt wieder aufzubauen, ohne dass sich der Patient bewegen muss. Dafür wird über Elektroden Strom in den Körper geleitet. Der in Intervallen ausgesendete Reizstrom ahmt die natürliche Muskelbewegung nach und stimuliert damit die Muskeln. Weitere Anwendungsbereiche sind Rückenschmerzen und Muskelschwäche, beispielsweise durch eine Herz-Lungen-Erkrankung. EMS kann helfen, die Mobilität zu bewahren und damit Beschwerden zu mindern, die durch krankheitsbedingten Bewegungsmangel oder gar Bewegungsunfähigkeit entstehen.

EMS Elektronische Muskel-Stimulation
EMS Elektronische Muskel-Stimulation

Ein Herzschrittmacher funktioniert ähnlich, nur dass er implantiert wird und eine lebenswichtige Aufgabe übernimmt. Bei der Elektromyostimulation werden Elektroden mit wieder abnehmbaren Pads auf die Haut „geklebt“. Das handliche EMS-Gerät wird per Tasten gesteuert, die Ergebnisse sind auf einem Display abzulesen. Zu spüren ist lediglich ein sanftes Kribbeln oder Vibrieren.
Die Anwendung kann in zwei Richtungen gehen:

  • aktivierende Wirkung: Sie bewirkt eine gezielte Stärkung der Muskulatur. Die Ausdauerleistung wird erhöht, die Kräftigung unterstützt.
  • relaxierende Wirkung: Sie ruft eine entspannende Wirkung hervor. Verspannungen werden gelöst, die Regeneration beschleunigt.
Tipp: Die Reizstromtherapie erzielt auch gute Erfolge bei der Behandlung von Inkontinenz. Achten Sie darauf: Manche Geräte weisen diese Eignung aus.
Elektrostimulation © madrolly, stock.adobe.com
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TENS – Elektrostimulation der Nerven

Die Abkürzung TENS steht für Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation. Die schwachfrequente Elektrostimulation der Nerven kann Schmerzen lindern und bekämpfen. Das funktioniert so: Der Reizstrom unterdrückt die Weiterleitung des tatsächlich existierenden Schmerzes in die Nervenfasern und fördert zugleich die Ausschüttung körpereigener Endorphine, der sogenannten Glückhormone. Da das Glücksgefühl das Schmerzempfinden überlagert, leiden wir weniger oder gar nicht mehr. Wie bei der EMS ist auch bei der TENS nur ein leichtes Kribbeln spürbar. Die Wirksamkeit ist klinisch erwiesen und die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten. Da die Regelungen von Kasse zu Kasse unterschiedlich sind, erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrer Versicherung.

TENS - Elektrische Nerven Stimulation
TENS – Elektrische Nerven Stimulation
Hinweis: Eine Selbstbehandlung nach der TENS-Methode ist einfach und durchaus sinnvoll. Bitte klären Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt ab, ob Sie zum geeigneten Personenkreis gehören. Trägern von Herzschrittmachern und bei Herzrhythmusstörungen wird er wahrscheinlich davon abraten.

Die transkutane Elektrostimulation kann in folgenden akuten und chronischen Fällen helfen:

  • Rückenschmerzen, insbesondere im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule
  • Gelenkschmerzen, z.B. in Knie, Hüfte oder Schulter
  • Neuralgien (Nervenschmerzen)
  • Schmerzen nach Verletzungen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • postoperative Beschwerden.

Hat ein Gerät mehrere Kanäle, können zusätzliche Pads an anderen Stellen aufgeklebt werden. Sie werden als Ersatzpads oder Zubehör angeboten.

Tipp: Separat erhältliche Fußsohlenpads fördern die Durchblutung der Füße und können damit Schmerzen und Schwellungen mindern.

Neben den Reizstromgeräten mit aufklebbaren Elektroden gibt es einige andere Ausführungen:

  • Geräte mit integrierten Elektroden: Rückengürtel, Bauchgürtel und Manschetten für Schulter, Ellenbogen, Hand, Knie oder Sprunggelenk haben zwei große Vorteile: Da sie direkt am Körper fixiert werden, benötigen sie kein Kontaktgel und nur ein einziges Kabel zum Gerät. Auf der anderen Seite schränken diese Spezialisten das Anwendungsgebiet auf nur ein Körperteil ein.
  • Geräte in Stiftform: Die Gerätespitze wird punktgenau auf die schmerzende Stelle gesetzt und der Hochspannungs-Impuls per einfachem Knopfdruck ausgelöst. Bewährt auch zur Behandlung von Mückensticken. Der eingebaute, nicht auswechselbare Akku hält i.d.R. mehrere Jahre.
  • Kombigeräte: Viele Geräte sind sowohl für die Schmerztherapie (TENS) als auch für die Muskelstimulation (EMS) konzipiert. Besonders komfortable Elektrostimulationsgeräte bieten zusätzlich sogar mehrere Programme zur Entspannungsmassage an. Die Elektroden werden wie gewohnt auf der Haut fixiert.
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Was kosten die Geräte zur Elektrostimulation?

Die Preise für EMS-Geräte und TENS-Geräte liegen etwa auf dem gleichen Niveau. Je nach Ausstattung (Anzahl der Kanäle und Programme etc.) muss mit einer Ausgabe von ca. 25 bis 160 Euro gerechnet werden. Ein TENS-Stift kostet etwa 40 Euro, Einzelgeräte etwa 60 Euro. Für ca. 80 Euro bekommen Sie schon ein gutes Elektroden-Gerät der renommierten Hersteller Beurer, Sanitas oder Promed. Auf Angebote zu achten lohnt sich immer. Auslaufmodelle werden oft erstaunlich günstig angeboten.

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