Bandagen

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Bandagen: Stütz- und Kompressionsbandagen – eine Wohltat für den ganzen Körper

Immer schön mobil bleiben! Bewegung ist das unumstrittene Grundprinzip für ein entspanntes Älterwerden. Doch was, wenn Arme und Beine nicht mehr so richtig mitmachen, wenn eine unachtsame Bewegung die Mobilität vorübergehend einschränkt hat? Eine gute Vorsorge ist, die Hausapotheke mit einem kleinen Sortiment an Bandagen auszustatten. Stützbandagen schützen die Gelenke vor Überbeanspruchung und fördern die Durchblutung – zwei Eigenschaften, weshalb sie vor allem bei Kraft- und Ausdauersportlern äußerst beliebt sind. Wir zeigen auf, wie auch Senior*innen von den positiven Eigenschaften der erschwinglichen Hilfsmittel profitieren. Genau wie Haltungstrainer und Schuheinlagen tragen viele Bandagen wirkungsvoll zur Prävention und Therapie bei.

Bandagen lindern Schmerzen © Bannasak, stock.adobe.com
Bandagen lindern Schmerzen und beschleunigen den Heilungsprozess © Bannasak, stock.adobe.com

Wann sind Stützbandagen für Senioren sinnvoll?

Wie schnell ist man falsch aufgetreten, wie leicht hat man sich beim Putzen den Arm verdreht oder ist mit einem Finger hängengeblieben. Eine leichte Zerrung, eine Reizung der Sehnen oder Überbeanspruchung der Bänder und Gelenke sind nicht unbedingt Folgen sportlicher Aktivität. Bei leichterem Bewegungsverlust können Bandagen wirkungsvolle Hilfsmittel sein. Oft tritt schon nach wenigen Tagen Linderung ein, sodass sich ein Arztbesuch erübrigen kann.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist die Vorsorge: Bandagen stützen die Gelenke und können so vor Fehlbelastung schützen. Durch die entstehende Wärme werden Bewegungen geschmeidiger und die Verletzungsgefahr eingeschränkt. Bei der Nachsorge fördern Bandagen das Abschwellen und wirken Entzündungen entgegen. Bei chronischen Schmerzen sollten Betroffene medizinischen Rat einholen. Bandagen helfen nachgewiesenermaßen bei Rheuma, darunter auch die Fibromyalgie, und Gelenkerkrankungen wie Gelenkentzündung (Arthritis) und Gelenkverschleiß bzw. Gelenkabbau (Arthrose). Sie erwärmen und massieren die Körperstelle, fördern damit die Durchblutung und den Heilungsprozess. Ist die Bandage medizinisch notwendig, wird der Arzt/ die Ärztin ein Rezept ausstellen. Mehr dazu im letzten Absatz dieses Beitrags.

Welche Bandagen gibt es?

Während die beanspruchte Körperstelle früher noch mit elastischen Bändern umwickelt wurde, kommen heute fast ausschließlich vorgefertigte Überzieher zum Einsatz. Sie bestehen aus elastisch-festem Kompressionsgestrick, das zugleich nachgibt und stützt. Ein weiterer Vorteil: Moderne Bandagen lassen sich meist auch ohne Hilfe anlegen und sitzen immer optimal. Voraussetzung: Beim Kauf wurde auf die richtige Passform geachtet. Premium-Bandagen sind zusätzlich mit Kupferfäden, Magneten oder Silikonpolstern (Pelotten) ausgestattet. Dies soll den natürlichen Heilungsprozess beschleunigen und den Therapieerfolg intensivieren.

Tipp: Dass Bandagen dehnbar sein müssen, liegt auf der Hand. Gut wärmeisolierendes Neopren verstärkt zwar die positive Kompressionswirkung, ruft aber oft starkes Schwitzen hervor. Einen höheren Tragekomfort bieten atmungsaktive Synthetikfasern wie Nylon und Elastan.

Stützbandagen für Hände und Ellenbogen

  • Handgelenkbandage: Wenn ein Sturz mit den Händen abgefedert wird, kommt es häufig zur Verstauchung im Gelenk. Auch bei übermäßiger Belastung durch intensive Schreibarbeiten oder bei Renovierung und im Garten kann eine Handgelenkstütze Linderung verschaffen. Oft mit Klettverschluss. Ab 8 Euro.
Handgelenkriemen aus Leder © thingamajiggs, stock.adobe.com
Handgelenkriemen aus Leder – ideal bei schwachen Handgelenken © thingamajiggs, stock.adobe.com
  • Handgelenkriemen: Ideal für Personen, die eine herkömmliche Bandage als einengend empfinden. Die teils mit Filz gefütterten Lederbandagen werden mit Schnallen fixiert. Erhältlich auch mit Daumenschlaufe. 5-10 Euro.
  • Handbandage: Sie stabilisiert nicht nur das Handgelenk, sondern auch den Handteller bis zum Daumen. Die Finger bleiben frei und sind voll beweglich. Angeboten auch als Daumenbandage. Geeignet zur Behandlung bei Karpaltunnelsyndrom u.Ä. Ab 10 Euro.
Bandage zur Fixierung von Handgelenk und Daumen © Aleksandr, stock.adobe.com
Bandage zur Fixierung von Handgelenk und Daumen © Aleksandr, stock.adobe.com
  • Ellenbogenbandage: Haupteinsatzgebiet sind unspezifische Schmerzen im mittleren Armgelenk. Zusätzlich eingearbeitete Kupferfäden steigern die Wärmefunktion. Ab 10 Euro.
Tipp: Zur Entlastung der Sehnen beim sogenannten Tennis- oder Golferarm ist eine Ellenbogenspange die bessere Lösung. Sie wirkt punktuell und schränkt die Bewegungsfreiheit weniger ein als eine Bandage. Ab 14 Euro.
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Fußbandagen und Beinbandagen

Fußbandage ©  topntp, stock.adobe.com
Fußbandage – Gelenkschutz mit eingestricktem Latexgummi © topntp, stock.adobe.com
  • Mittelfußbandagen: Bei einer Fuß-Fehlstellung durch das Auseinanderbewegen der Mittelfußknochen kann eine Spreizfußbandage helfen. Eine Hallux-valgus-Bandage kann die Fehlstellung des Großzehs korrigieren oder zumindest verzögern. Fußbandagen schützen zudem vor der Reibung des Schuhs. Ab 15 Euro.
Bandage zur Begradigung des Großzehs bei Hallux valgus © JPC-PROD, stock.adobe.com
Bandage zur Begradigung des Großzehs bei Hallux valgus © JPC-PROD, stock.adobe.com
  • Sprunggelenkbandage: In erster Linie zum Stabilisieren des Sprunggelenks nach einem Unfall („Umknicken“) oder einer Sportverletzung eingesetzt. Die entstehende Wärme wirkt einer Gelenkversteifung entgegen und bringt zudem Erleichterung bei chronischen Schmerzen. Auch Fußgelenkbandagen oder Knöchelbandagen. Empfehlenswert ab einem Preis von ca. 25 Euro.
  • Kniebandage: Bei Kniegelenkbandagen kommt es besonders stark auf die Passform an. Stimmt sie nicht, schadet das Hilfsmittel oft mehr als es nutzt. Eine Patella-Aussparung mindert den Druck auf die Kniescheibe und das umliegende Gewebe. Auch Patella-Kniebandage. Einfache ab 15 Euro, komfortable ab etwa 30 Euro.
  • Unter-/Oberschenkelbandage: Beide Varianten werden wie ein Strumpf übergezogen und sorgen für eine bessere Durchblutung des Muskelgewebes. Perfekt zur Behandlung von Dehnungen und Zerrungen. Auch Wadenbandage, Wadenstütze oder Schienbeinbandage. Ab 15 Euro.
Hinweis: Beinbandagen zur Kompression für den Ober-/Unterschenkel sind nicht zu verwechseln mit Kompressionsstrümpfen. Letztere gehören zur Produktgruppe 17 – Hilfsmittel zur Kompressionstherapie und werden zur Behandlung einer geschädigten venösen Gefäßstruktur eingesetzt.

Bandagen als Schutz für Schulter, Kopf und Hals

Schulterbandage © blackday, stock.adobe.com
Schulterbandage bei Gelenkschmerzen oder Beschwerden am Bänderapparat © blackday, stock.adobe.com
  • Schulterbandagen: Schultergelenkbandagen umschließen Oberarm und Schulterbereich und werden per Gurt unter dem intakten Arm befestigt. Die Kompression stützt und entlastet das beeinträchtigte Gelenk. Ab 20 Euro.
  • Kopfbandagen: Bandagen für den Kopf werden wie ein Verband gewickelt. Hierfür sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
  • Halsbandagen: Fachmännisch Cervicalstütze, im Volksmund Halskrause, ist die Halsbandage eigentlich eine Schaumstoffmanschette, die um den Hals gelegt und per Klettverschluss fixiert wird. Zweck ist die Ruhigstellung der Halswirbelsäule nach einem Unfall o.Ä. Für die Krankenkassen gehört dieses Hilfsmittel zu den Orthesen (s.u.). Ab 20 Euro.

Stützbandagen bei Beschwerden an Rücken und Leib

  • Rückenbandagen: Die Bandbreite ist groß, sie reicht von breiten Bauch- oder Leibbinden über beinahe korsettartige Rückenstützgürtel bis zu westenähnlichen Geradehaltern oder Haltungstrainern. Einfache Modelle werden zudem gerne zum Formen der Figur genutzt, aufwendigere haben einen positiven Effekt bei Hexenschuss und chronischen Kreuzschmerzen. Ab 15 Euro.
Ein Rückenstabilisator richtet die Wirbelsäule auf © Monstar Studio, stock.adobe.com
Ein Rückenstabilisator richtet die Wirbelsäule auf © Monstar Studio, stock.adobe.com
Hinweis: Welche Rückenbandagen die Wirbelsäule geradezu aufrichten, erfahren Sie im Beitrag Physio-Hilfsmittel.
  • Nierenwärmer: Der Name verrät nur die Hälfte. Auch wenn das Hilfsmittel vorrangig dem Warmhalten des empfindlichen Leibbereichs gilt, als Bandage hat es auch eine leichte Stützfunktion – ähnlich wie ein Rückenstützgürtel. Ab 20 Euro.

Bandagen und Orthesen auf Rezept

Vorab: Orthese ist das Kurzwort für orthopädische Prothese. Sie wird meist individuell angepasst und dient der Ruhigstellung einer Körperpartie nach Verletzung oder Operation sowie der Korrektur von Gelenken und Knochengerüst. Die nur partiell elastischen Orthesen sind im GKV-Hilfsmittelverzeichnis der Produktgruppe 23 – Schienen zugeordnet. Die oben aufgeführten Bandagen bilden die Hilfsmittel der Produktgruppe 5.

Arzt übergibt Rezept © M. Doerr und M. Frommherz, stock.adobe.com
Bandagen und Orthesen auf Rezept © M. Doerr und M. Frommherz, stock.adobe.com

Bei entsprechender Diagnose erhalten Krankenversicherte eine ärztliche Verordnung. Sie kann – gegen Zahlung der üblichen Rezeptgebühr – im Sanitätshaus eingelöst werden. Die meisten Krankenkassen berufen sich auf die Grundversorgung und die im Verzeichnis gelisteten Hilfsmittel. Für höherwertige Ausführungen ist der Differenzbetrag als Zuzahlung zu leisten.

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