Mobile EKG-Geräte

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Mobile EKG-Geräte: Jederzeit selbst den Herzrhythmus messen

Soll die Herzaktivität aufgezeichnet werden, kommt in der Arztpraxis ein Elektrokardiograf zum Einsatz. Das Gerät misst die bei jedem Herzschlag entstehende Spannung und erstellt daraus ein Elektrokardiogramm, zu Deutsch Herzspannungskurve, oder kurz: EKG. Seit jüngerer Zeit bieten Medizintechnik-Hersteller wie Beurer EKG-Geräte für den Hausgebrauch an – unter der Bezeichnung mobile EKG-Geräte. Wir stellen Ihnen deren Nutzen vor und erläutern die Unterschiede.

Mobiles EKG © beatleoff, stock.adobe.com
Mobiles EKG © beatleoff, stock.adobe.com

Herzfunktionen überwachen und Probleme früher erkennen

Die Gefahr, an Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Da sich diese Erkrankungen häufig in Unregelmäßigkeiten der Herzaktivität äußern, kann ein EKG bei der Diagnose helfen. Es zeigt Herzrhythmusstörungen auf, lässt einen Herzinfarkt erkennen und liefert einer Fachkraft Hinweise, falls eine Herzerkrankung wie Vorhofflimmern und Herzmuskelentzündung vorliegt.

Die Messung der Herzfunktion mit einem mobilen EKG-Gerät kann den Arztbesuch selbstverständlich nicht ersetzen. Senioren, die einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind, gibt die Selbstkontrolle jedoch ein gewisses Maß an Sicherheit. Insbesondere, wenn sie an Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin, Diabetes, Übergewicht, Stress oder Schlafmangel leiden, sich wenig bewegen, stark rauchen und/oder bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten.

Ob am Tag oder in der Nacht, ob regelmäßig oder bei plötzlich auftretendem Unwohlsein: Da keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten sind, ist ein mobiles EKG-Gerät beliebig oft anwendbar. Und: Besteht Handlungsbedarf, liefern die gespeicherten Daten dem Arzt oder dem Notdienst wertvolle Hinweise.

Was ist ein EKG?
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Mobile EKG-Geräte: Ausführungen und Anwendungen

Ein mobiles EKG-Gerät ist klein und leicht. Es liegt immer griffbereit auf dem Couch- oder Nachttisch, steckt in der Jacken- oder Manteltasche, im Seitenfach von Aufstehsessel oder Einkaufstrolley, wartet im Handschuhfach, Rucksack etc. auf seinen Einsatz. Batterien oder Akkus erlauben eine bequeme Bedienung – zuhause und unterwegs. Die modernen „Handhelds“ werden bei der Messung einfach in der Hand gehalten. Für den Privatgebrauch haben sich zwei unterschiedliche Ausführungen etabliert:

  • 1-Kanal-Geräte: Da sich die Sensoren direkt am Gerät befinden, werden bei mobilen Einkanal-Elektrokardiogramm-Geräten keine Elektroden aufgeklebt. Das ist vor allem unterwegs und zwischendurch sehr praktisch.
  • 3-Kanal-Geräte: Ähnlich wie bei professionellen EKG-Geräten werden hier Elektroden mit Saugnäpfen auf der Haut fixiert – an drei festgelegten Ableitungen an den Extremitäten und/oder der Brust. Dreikanal-Elektrokardiogramm-Geräte sind genauer als solche mit nur einem Ausgang und gut für ein privates Langzeit-EKG geeignet.
EKGs: Anzahl der Kanäle
EKGs: Anzahl der Kanäle
Hinweis: Der Begriff Ableitung bezeichnet eine Körperstelle, an der die Spannung des Herzens abgeleitet wird.

Die Preise für mobile EKG-Geräte sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen etwa 100 und 200 Euro. Nicht generell, aber tendenziell sind Geräte mit 1 Ausgang etwas günstiger als mit 3 Ausgängen. Am oberen Rand finden sich die größeren Geräte mit einem Monitor, auf dem die Herzleistung direkt abgelesen werden kann.

Hinweis: Je mehr Elektroden ein Gerät hat, desto mehr Messungen kann es aufzeichnen und desto genauer ist das Ergebnis. Geräte, die der Arzt benutzt, haben in der Regel 12 Elektroden. Diese 12-Kanal-Geräte kosten in der Regel mehrere hundert bis sogar tausend Euro.
Smartwatch mit EKG-App © Denys Prykhodov, stock.adobe.com
Smartwatch mit EKG-App © Denys Prykhodov, stock.adobe.com

Messung der Herzfunktion mit einem Einkanal-EKG-Gerät

Die meisten 1-Kanal-Geräte haben auf der Ober- und der Unterseite je 2 Elektroden. Ein Zeigefinger wird auf die oberen Elektroden gelegt, dann die Unterseite an die Messstelle unterhalb der Brust gehalten; bei manchen Modellen auch zwischen die Handflächen, ans Handgelenk oder Fußgelenk. Noch einfacher, aber auch etwas weniger genau, ist die Fingermessung. Dabei werden nur die beiden Zeigefinger auf die Messelektroden gelegt. Die Werte erscheinen nach der Messung auf dem Display.

Messung der Herzfunktion mit einem Dreikanal-EKG-Gerät

Hier werden wie in der Arztpraxis die Elektroden aufgeklebt. Die drei Messpunkte befinden sich nach einer Theorie an den Fußknöcheln und den Handgelenken, nach einer anderen im Brustbereich. Ansonsten funktionieren die Dreikanalgeräte genauso wie die mit einem Kanal.

Tipp: Auch manche Blutdruckmessgeräte sind mit einem EKG-Fingersensor ausgestattet. Bei der Anschaffung eines neuen Geräts ist ein 2-in-1-Modell daher durchaus überlegenswert. Kosten: ca. 120-150 Euro.

Gespeichert werden die Werte entweder im Gerät oder sie werden auf den PC oder das Smartphone übertragen. Das geschieht über einen USB-Stick oder ein USB-Kabel oder per Bluetooth (Funk). Senioren, die nicht über die entsprechende Technik verfügen, sollten auf ein Gerät mit ausreichender Speicherkapazität achten.

Mobiles EKG: Datenübertragung
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Kaufkriterien für ein mobiles EKG-Gerät

Da die Unterschiede sehr groß sind, sollten Sie auf diese Punkte achten:

  • Display: sollte Herzschlag, Herzfrequenz, Anzahl der bereits gespeicherten Messungen anzeigen sowie die Bewertung des Ergebnisses (OK, zu langsam, zu schnell, Rhythmusstörung u.ä.)
  • Dauer für die Erstellung einer Kardiogrammmessung. 30 Sekunden sind ein guter Wert.
  • Speicherkapazität auf dem Gerät selbst; danach werden die Datensätze überschrieben. Fast immer gibt es die Möglichkeit der Datenübertragung.
  • Software als CD und/oder App zum Herunterladen und Speichern der Daten sollte leicht bedienbar sein.
  • Bedienungskomfort: je weniger Tasten, umso besser. Prima: Manche Geräte kommen mit einem einzigen Bedienungsknopf aus.
  • Kompatibilität mit dem Smartphone. Bei älteren Modellen kann dies problematisch sein.
  • Energieversorgung: Akkus sind umweltschonender, müssen aber aufgeladen werden.
  • Sprache der Anleitung: Bei Ware aus Fernost ist eine deutsche Software/App nicht selbstverständlich.

Mobile EKG-Geräte sind keine Hilfsmittel im Sinne des Hilfsmittelverzeichnisses der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Kassen daher nicht zur Erstattung der Kosten verpflichtet. Ein Nachfragen bei der eigenen Krankenkasse kann sich aber durchaus lohnen.

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