Fieberthermometer

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Fieberthermometer: Bequem und zuverlässig die Körpertemperatur messen

Fieber bedeutet Alarm! Der Körper meldet dem Gehirn eine Infektion und regiert mit Abwehr. Manche Erreger kann das Immunsystem alleine mit der Erhöhung der Körpertemperatur abtöten. Fieber ist also nicht grundsätzlich beunruhigend. Steigt die Temperatur jedoch auf 39 °C steigt, belastet dies den Körper zu sehr. Dass ein Fieberthermometer Gewissheit schafft, weiß jedes Kind – nicht jedoch, welche Revolution die alten Glasthermometer erlebt haben. Etliche Modelle berühren den Körper nicht einmal. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über die modernen Kontakt-Fieberthermometer und Kontaktlos-Fieberthermometer.

Digitales Fieberthermometer © Patrick Daxenbichler, stock.adobe.com
Digitales Fieberthermometer © Patrick Daxenbichler, stock.adobe.com
Hinweis: Fieber ist eines der Hauptsymptome bei der Infektion mit dem Corona-Virus. Daher ist eine erhöhte Temperatur jetzt weniger denn je auf die leichte Schulter zu nehmen. Gesellen sich noch die typischen Grippeanzeichen wie Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Schüttelfrost hinzu, sollte schnellstens ein Arzt aufgesucht werden.
Fieber ist eines der Hautsymptome von COVID-10
Fieber ist eines der Hautsymptome von COVID-10

Gute Gründe für ein neues Fieberthermometer

Seit 2009 dürfen die alten, quecksilberhaltigen Glasthermometer in Europa nicht mehr verkauft werden. Aus gutem Grund: Der Glasmantel zerbricht leicht; das Quecksilber kann austreten und eine gefährliche Vergiftung bewirken. Wer noch ein Quecksilber-Thermometer zu Hause hat, sollte es besser fachgerecht entsorgen, bevor es zu einem Unfall kommt.

Hinweis: Schauen Sie vor dem Wegbringen zum Wertstoffhof genau auf die Beschreibung. Häufig ist die Thermometerflüssigkeit aus ungiftigem Galinstan. Glasthermometer haben nämlich auch Vorteile: Sie sind 100 % wasserdicht, leicht zu reinigen und desinfizieren und der Messfühler kann keine Kontaktallergie auslösen. Das ist bei Nickel-Messspitzen der elektronischen Fiebermesser manchmal problematisch.

Moderne Fieberthermometer ersetzen die gefährlichen Dinosaurier zunehmend. Sie sind einfach zu bedienen und haben meist ein beleuchtetes Display. Allerdings benötigen sie eine Batterie, die nach einer gewissen Zeit ausgewechselt und entsorgt werden muss. Je nach Anwendungsart werden Kontakt-Thermometer und Kontaktlos-Thermometer unterschieden:

Elektronische Kontaktthermometer oder Digitalthermometer

Dank elektronischer Messtechnik heißt die neue Generation elektronisches Fieberthermometer oder digitales Fieberthermometer. Bei ihnen erfasst ein Sensor die Körpertemperatur und verändert dann seinen elektrischen Widerstand entsprechend. Das Messergebnis erscheint als digitaler Wert im Display.

Digitalthermometer werden wie die Klassiker angewendet: Besonders genau, aber wenig angenehm, ist die sogenannte Rektalmessung im After. Umgekehrt verhält es sich bei der Axillarmessung, bei der der Thermometer einfach in die Achselhöhle geklemmt wird. Für ein exaktes Ergebnis wird die Messspitze bei der Oralmessung möglichst weit unter die Zunge geschoben. Ein großer Vorteil des Displays gegenüber einer Skala ist das leichtere Ablesen des Messwerts.

Kontaktmessungen mit dem Fieberthermometer
Kontaktmessungen mit dem Fieberthermometer
Tipp: Das deutsche Unternehmen Geratherm bietet klassische Fieberthermometer ohne Quecksilber, aber mit Temperaturskala an. Für Senioren empfehlenswert ist das classic XL Modell: Eine zusätzliche Lupenhülse vergrößert die Anzeige und schützt zudem den Glaskörper vor Bruch. Ideal auch bei Nickelallergie.

Elektronische Temperaturmesser können die Kerntemperatur des Körpers (nur bei rektaler Anwendung) erfassen und liefern daher besonders aussagekräftige Werte. Gute Modelle haben eine Messgenauigkeit von +/-0,1 °C.

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Kontaktlosthermometer oder Infrarot-Fieberthermometer

Der menschliche Körper sendet Wärme in Form von Infrarotstrahlung aus. Die Infrarot-Technologie überträgt sie mittels einer Linse auf einen Sensor, wo sie in einen Temperaturwert umgerechnet wird. Findet die Temperaturmessung berührungslos statt, nennt die Fachwelt diese Strahlungsthermometer Pyrometer. Wir kennen solche Messgeräte als Infrarot-Thermometer für die kontaktlose Fiebermessung oder kurz: Kontaktlos-Thermometer.

Infrarot-Fieberthermometer © PixieMe, stock.adobe.com
Infrarot-Fieberthermometer © PixieMe, stock.adobe.com

Für die Messung ideal geeignet sind das Trommelfell und die Stirn:

  • Ohrthermometer messen die Infrarotwärme, die vom Trommelfell und dem umliegenden Gewebe abgegeben wird. Sie werden nicht etwa in den Gehörgang eingeführt. Die Messspitze passt in separate Einmal-Schutzkappen, die das Thermometer auf Abstand halten und Verletzungen des Trommelfells verhindern. Infrarot-Ohrthermometer sind oft auch für die Messung an der Stirn geeignet.
  • Stirnthermometer messen die Temperatur an der Hautoberfläche der Stirn oder im Bereich der Schläfen. Diese ist durch den Einfluss der Umgebungstemperatur etwas niedriger als die Temperatur im Körperinneren, was beim Fiebermessen berücksichtigt werden muss. Infrarot-Stirnthermometer haben einen breiteren „Scanner“, weshalb sie für die Ohrmessung nicht geeignet sind.
Kontaktlose Infrarotthermometer
Kontaktlose Infrarotthermometer

Infrarot-Thermometer messen die Oberflächentemperatur des Körpers und sind daher schnell und besonders angenehm. Ohrschmalz oder Fieberschweiß können die Messergebnisse jedoch verfälschen. Die Toleranz sollte bei der Messgenauigkeit +/-0,3 °C nicht übersteigen.

Hinweis: Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie ist die Infrarot-Technologie ein Segen. Täglich können in den Kliniken und Arztpraxen zigtausende Personen kontaktlos und sekundenschnell auf Fieber untersucht werden. Ein Vorteil auch im eventuellen Fall, groß angelegte Stichprobenkontrollen durchzuführen zu müssen.
Tipp: Rotlichtlampen und Pulsoxymeter arbeiten ebenfalls mit Infrarot-Technologie. Die sog. Infrarotlampen werden zur Wärmetherapie und bei der Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Mit einem Pulsoximeter misst man den lebenswichtigen Sauerstoffgehalt des Blutes.

Digital- und Infrarot-Fiebermesser – Vor- und Nachteile

Eine Tabelle verschafft einen Überblick und führt namhafte Hersteller sowie Anschaffungskosten auf:

Fieberthermometer Digital-Thermometer Infrarot-Thermometer
Hautkontakt Ja Nein
Messstellen Mund, Achsel, Rektum Ohr, Stirn
Messgenauigkeit +/- 0,1 °C +/- 0,3 °C
Vorteile
  • sehr genau
  • günstig
  • leicht anzuwenden
  • leicht ablesbar
  • Messung der Körperkerntemperatur möglich
  • angenehm anzuwenden
  • besonders hygienisch
  • sehr kurze Messdauer
  • Messwert-Speicher
  • oft auch zur Messung der Temperatur von Objekten geeignet
Nachteile
  • Messung relativ langsam
  • Rektalmessung nicht angenehm
  • bei unruhigen Senioren kaum anwendbar
  • nicht geeignet bei Nickelallergie
  • Bedienung etwas kniffelig, bei Fehlern schnell ungenau
  • empfindlich bei Feuchtigkeit (Luft, Schweiß) und fettiger Haut
  • Messung der Körperkerntemperatur nicht möglich
  • bei Ohrthermometer Folgekosten
  • teurer
Eignung Alle Senioren außer bei demenzieller Erkrankung Alle Senioren, auch Demenzpatienten
Kosten Ca. 6 bis 20 Euro Ca. 40 bis 80 Euro
Anbieter Zahlreiche Hersteller, darunter Beurer, Boso, Braun, Carrera, Geratherm, Medisana, Philips, Promed, Sanitas; auch Eigenmarken der Online-Apotheken und Drogeriemärkte
Hinweis: Fieberthermometer sind Medizinprodukte, nicht jedoch im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung geführt und damit keine erstattungsfähigen Hilfsmittel.
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Fieberthermometer von Standard bis Premium

Alle Fieberthermometer zeigen die gemessene Temperatur an. Besonderen Komfort bieten diese zusätzlichen Funktionen:

  • Express-Anzeige für schnelleres Fiebermessen mit einem elektronischen Thermometer
  • Messung von Oberflächen- und Umgebungstemperatur bei Kontaktlos-Thermometern
  • Fieberalarm mit farbiger LED-Anzeige (grün/gelb/rot) oder Smileys (lachend/traurig)
  • Fieberalarm mit Warnton bei erhöhter Temperatur
  • Sprachfunktion, um sich das Messergebnis „vorlesen“ zu lassen
  • Speicherfunktion zur Kontrolle der letzten Messungen
  • Bluetooth zur kabellosen Übertragung der Daten auf ein Smartphone oder Tablet für Senioren.

Eine oft gestellte Frage: Welche Körpertemperatur ist „normal“?

Diese Frage kann nicht mit einer einfachen Zahl beantwortet werden. Sowohl die Tageszeit als auch die Messstelle spielen dabei eine erhebliche Rolle. So liegt die Körpertemperatur am Abend generell ca. 0,5 Grad höher als kurz vor dem Erwachen am Morgen. Auch körperliche Aktivität erhöht die Temperatur. Das Einkalkulieren der Umgebungstemperatur bei der Oberflächenmessung führte zur Festlegung folgender Normalwerte:

Rektum: 36,6 – 38,0 °C / Achsel: 34,7 – 37,7 °C / Mund: 35,5 – 37,5 °C / Ohr: 35,6 – 37,8 °C / Stirn: 35,4 – 37,4 °C.

Am Bsp. Rektum bedeutet dies: Die normale Körpertemperatur kann morgens zwischen 36,6 und 37,5 °C liegen, abends zwischen 37,1 und 38,0 °C; erst darüber hinaus ist die Temperatur erhöht.

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