Blutdruckmessgeräte

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Blutdruckmessgeräte: Einfach selbst den Blutdruck messen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den größten Gefahren für die menschliche Gesundheit. Ihnen gegenüber steht heute eine Vielzahl an Medikamenten, die ein gestörtes Herz-Kreislauf-System behandeln können. Für die Diagnose – und die spätere Beobachtung – ist die Messung des Blutdrucks das A und O. Hier finden Sie alles Wissenswerte rund um den Blutdruck – von den Werten über die Messgeräte-Arten bis zu Preisen und Krankenkassen-Akzeptanz.

Blutdruckmessgerät für den Oberarm © angellodeco, stock.adobe.com
Blutdruckmessgerät für den Oberarm © angellodeco, stock.adobe.com

Wissenswertes zur Blutdruckmessung

Mit steigendem Lebensalter steigt meist auch der Blutdruck. Bei den über 60-Jährigen ist er nur noch bei etwa jedem Vierten als normal einzustufen. 30 % der Menschen über 80 Jahre leiden sogar an stark erhöhtem Blutdruck. Dabei trifft es die Frauen noch stärker als die Männer: Liegt das Verhältnis bei jungen Erwachsenen noch bei 2:3, beträgt es bei der Generation 60plus alarmierende 4:3. Da ein erhöhter Blutdruck subjektiv oft nicht wahrgenommen wird, sollte ein Blutdruckmessgerät in keinem Haushalt fehlen. So ist es ganz leicht, den Blutdruck von Zeit zu Zeit selbst zu messen.

Infos zum Blutdruck
Infos zum Blutdruck

Was messen Blutdruckmessgeräte?

Der Blutdruck ist der Druck in den menschlichen Blutgefäßen. Blutdruckmessgeräte zeigen den systolischen und diastolischen arteriellen Druck in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) an. Der systolische Wert ist der maximale Druck, der beim Pumpen des Bluts in die Hauptschlagader entsteht. Der diastolische Wert entspricht dem Druck beim Entspannen der Herzkammer vor dem erneuten Pumpvorgang. Je höher die Blutdruckwerte sind, desto stärker ist die Belastung für das Herz. Bei körperlicher Anstrengung ist ein Anstieg völlig normal, in Ruhephasen sollte der Blutdruck jedoch auf Normalwerte zurückgehen.

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Wann liegt Bluthochdruck vor?

Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO 1999 festgelegten Werte wurden trotz anderslautender US-amerikanischen Studien von der wissenschaftlichen Organisation Deutsche Hochdruckliga 2018 bestätigt: Als „normal“ werden Blutdruckwerte von 120-129 mmHg systolisch und 80-84 mmHg diastolisch eingestuft. Bluthochdruck (Hypertonie) lautet die Diagnose bei ≥140 bzw. ≥90 mmHg. Die „milde Hypertonie“ der Stufe 1 (140-159 zu 90-99) verursacht laut WHO „noch keine Endorganschäden“. Bei Blutdruckwerten von über 180 zu 110 (Stufe 3) dagegen ist die Gefahr groß, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Blutdruckmessgerät für das Handgelenk © Dan Race, stock.adobe.com
Blutdruckmessgerät für das Handgelenk © Dan Race, stock.adobe.com

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Um ein exaktes Ergebnis zu erhalten, muss sich die Druckmanschette beim Blutdruckmessen auf Herzhöhe befinden. Je nach Gerätetyp ergibt sich die optimale Position automatisch oder sie muss durch Halten oder Auflegen erreicht werden. Jeder Zentimeter zählt. Auf Bauchnabelhöhe gehalten, würde das Gerät beispielsweise ca. 20 mmHg mehr Druck anzeigen.

Eine häufig gestellte Frage ist, ob der Blutdruck am linken oder rechten Arm zu messen ist. Grundsätzlich ist beides möglich. Bei unterschiedlichen Ergebnissen ist es allerdings ratsam, die höheren Werte heranzuziehen. Noch wichtiger ist aber, immer auf derselben Seite zu messen. Im Zweifelsfall entscheidet die individuelle Handhabung des Blutdruckmessgeräts.

Wichtig: So messen Sie den Blutdruck richtig
Wichtig: So messen Sie den Blutdruck richtig
Tipp: Die stärkere Seite haben Sie schnell ermittelt: Einfach ein- oder zweimal den Blutdruck am linken und rechten Arm direkt hintereinander messen und die Werte vergleichen.
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Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk und den Oberarm

Zu einem Blutdruckmessgerät gehört immer eine Messmanschette. Diese wird zunächst aufgeblasen, bis der Blutfluss gestoppt ist. Dann wird die Luft langsam abgelassen, bis das Blut wieder durch die Arterie fließt. Beim Ablassen entstehen Verwirbelungsgeräusche, die der Arzt mithilfe eines Stethoskops hören kann; die Werte liest er dann auf einem analogen Druckmesser (Manometer) ab. Digitale Blutdruckmessgeräte erfordern keine medizinische Erfahrung. Sie wandeln die Geräusche selbsttätig in Blutdruckwerte um (oszillometrisches Prinzip) und sind daher wie gemacht für die Selbstmessung. Etabliert haben sich zwei Typen von digitalen Blutdruckmessgeräten:

  • Handgelenk-Blutdruckmessgerät: Sogenannte vollautomatische Blutdruckmessgeräte zur Handgelenksmessung sind mit einer größenverstellbaren Handgelenksmanschette ausgestattet. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, ist das Anlegen am empfohlenen linken Handgelenk sehr bequem. Das Blutdruckmessgerät ist direkt an der Manschette angebracht.
  • Oberarm-Blutdruckmessgerät: Vollautomatische Blutdruckmessgeräte zur Oberarmmessung werten die pulssynchronen Druckschwankungen in der Oberarmmanschette aus. Diese wird 2-3 cm oberhalb der Ellenbeuge angelegt, dann der Messvorgang per Knopfdruck am Gerät gestartet. Für eine korrekte Messung muss die Manschette auf den Oberarmumfang abgestimmt sein. Standardgeräte sind meist für 22-32 cm Umfang geeignet. Bitte immer die Herstellerempfehlungen beachten.
Hinweis: Vorsicht bei Finger-Blutdruckmessgeräten. Sie sind zwar praktisch, aber doch recht ungenau. Die Durchblutung des Fingers sagt einfach zu wenig über den Blutdruck im gesamten Körper aus (weshalb die Geräte auch fast vom Markt verschwunden sind). Anders ist dies bei der weit verbreiteten Finger-Pulsmessung.

Beide Blutdruckmessgeräte-Typen haben ihre Vorteile:

Handgelenksmessung Oberarmmessung
Größe Klein und handlich Größeres Gerät, das auf dem Tisch platziert wird
Handhabung Besonders einfache Bedienung Einfache Bedienung
Messgenauigkeit Höheres Risiko der Falschmessung durch Fehlbedienung Geringeres Risiko der Falschmessung, da die Herzhöhe bei korrekter Platzierung automatisch gegeben ist

Noch mehr Komfort bei der Blutdruckmessung

Viele Blutdruckmessgeräte bieten mehr als die reine Grundfunktion. Für den Kauf entscheidend können beispielsweise diese Besonderheiten sein:

  • Farbskala: Die Messwerte werden gleich in eine Kategorie eingestuft. Grün bedeutet: alles in Ordnung. Je weiter der Anzeigepfeil zu Rot vorrückt, desto ungünstiger ist der gemessene Blutdruck. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn sich Nutzer nicht so gut mit den Blutdruckwerten auskennen.
  • Großes Display: Vor allem ältere Menschen wissen eine deutliche Anzeige mit großen Zahlen zu schätzen.
  • Sprachausgabe: Die akustische Angabe ist hilfreich für Senioren mit stärkerer Sehschwäche.
  • Pulsanzeige: Nach dem Messvorgang erscheint auf dem Display auch die Anzahl der Herzschläge pro Minute.
  • Arrhythmie-Erkennung: Stellt das Gerät einen unregelmäßigen Herzschlag fest, blinkt die entsprechende Anzeige oder es ertönt ein Warnsignal.
Hinweis: Einige Blutdruckmessgeräte sind auch für die Selbstkontrolle der Herzaktivität ausgerüstet. Wie das funktioniert, erläutern wir im Beitrag Mobile EKG-Geräte.
  • Bluetooth-Funktion: Bluetooth-Blutdruckmesser übertragen die Werte kabellos auf ein Smartphone oder Tablet für Senioren. Der große Vorteil: Die Daten können nicht nur gespeichert, denn das kann jedes gute Messgerät auch, sondern ausgewertet und beispielsweise an den Arzt/die Ärztin verschickt werden. Auch für die Langzeitbetrachtung gibt es keine gleichwertige Alternative. Allerdings muss ein Endgerät vorhanden sein und die zugehörige die Anwendungssoftware (App) installiert werden. Die gute Nachricht: Fast alle Hersteller bieten ihre App kostenlos an.
Tipp: Gerade wenn Sie Ihren Blutdruck kontinuierlich beobachten sollten, z.B. bei Bluthochdruck oder Diabetes, ist ein Bluetooth-Blutdruckmessgerät eine sinnvolle Anschaffung. Die App liest die Daten aller gewünschten Zeiträume aus und nimmt die kompliziertesten Berechnungen vor.

Blutdruckmessgeräte im Vergleich

Welches das richtige Blutdruckmessgerät ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Auf renommierte Hersteller – wie Beurer, Medisana, Sanitas und Promed – kann man sich immer verlassen. In den letzten Testberichten haben aber gerade die weniger bekannten Marken Omron (Japan) und Boso (Deutschland) besonders gut abgeschnitten. Mindestens ebenso wichtig wie ein Testergebnis ist, dass Sie sich für den richtigen Gerätetyp entscheiden:

Klassisches Handgelenk-Blutdruckmessgerät Personen, die das Handgelenk sehr ruhig halten können und nicht an Arteriosklerose oder Diabetes erkrankt sind.
Klassisches Oberarm-Blutdruckmessgerät Personen, denen das Ruhighalten schwer fällt. Auch bei vorliegender Gefäßverengung ist die Messung am Oberarm zuverlässiger.
Bluetooth Handgelenk-Blutdruckmessgerät Personen, für die eine kontinuierliche Beobachtung ihres Blutdrucks wichtig ist. Voraussetzung ist die Schulung im Umgang mit einem Smartphone, Tablet oder PC. Ansonsten gelten die gleichen Hinweise wie bei den klassischen Geräten.
Bluetooth Oberarm-Blutdruckmessgerät

Bei chronischer Hypertonie als Medizinprodukt anerkannt

Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk sind in der Regel etwas günstiger als solche für den Oberarm. Rechnen Sie bei der ersten Kategorie mit ca. 30 Euro, bei der zweiten mit ca. 50 Euro. Blutdruckmessgeräte mit Bluetooth kosten bei jedem Typus etwa 20 bis 30 Euro mehr.

Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht und müssen kranken- bzw. pflegeversicherte Personen ihn kontinuierlich überprüfen, trägt die Kasse die Kosten. Voraussetzungen sind allerdings eine vorausgegangene Schulung und die Listung des Geräts im GKV-Hilfsmittelverzeichnis (Produktgruppe 21, Anwendungsort 28, Produktuntergruppe 01). Die dort aufgeführten Blutdruckmessgeräte „unterscheiden sich von handelsüblichen Gebrauchsgegenständen dadurch, dass die Eignung zur Kontrolle der Hypertonie, der selbständige Einsatz durch den Versicherten und die daraus resultierenden Anpassung der Medikation in klinischen Studien und die Genauigkeit sowie Reproduzierbarkeit der Messung durch Validationsstudien belegt wurde“. (Infos zu den Produktarten)

Hinweis: Noch neu auf dem Markt sind Kombigeräte für die Messung von Blutdruck UND Blutzucker. Das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenversicherungen führt einige Geräte des Schweizer Unternehmens ForaCare auf.
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