Wo möchten Sie alt werden?

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Die Frage, wie wir unser Leben im Alter gestalten wollen, beinhaltet auch die Überlegung, wo und in welchem Umfeld wir wohnen wollen. Es geht also zunächst darum, eine Bestandsaufnahme zu machen und das eigene Leben genau unter die Lupe zu nehmen. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

glückliches Paar in der eigenen Küche © nyul, fotolia.com
glückliches Paar in der eigenen Küche © nyul, fotolia.com

Soziale Aspekte:

  • Leben Sie allein?
  • Sind Sie eher Einzelgänger oder haben Sie gerne Menschen um sich?
  • Haben Sie Kinder? Und wie gut ist das Verhältnis zu ihnen?
  • Wie gut sind Sie sozial vernetzt? Haben Sie auch nach Ihrem Erwerbsleben noch genügend soziale Kontakte?
  • Welche Hilfen können Sie kurzfristig in Anspruch nehmen, wenn Sie plötzlich krank werden?

Wohnverhältnisse:

  • Wie sind Ihre Wohnverhältnisse? Haben Sie ein Haus mit Garten oder eine Wohnung? Entspricht die Größe des Wohnraums noch Ihren Bedürfnissen? Bedenken Sie, dass eine große Wohnung auch in Schuss gehalten werden muss. Schaffen Sie das noch allein? Oder können Sie sich Hilfe leisten?
  • In welchem Stock liegt Ihre Wohnung? Gibt es einen Aufzug?
  • Ist Ihre Wohnung so ausgestattet, dass Sie sich gut darin bewegen können, auch wenn Sie eines Tages auf Mobilitätshilfen angewiesen sein sollten?
  • Lässt sich die Wohnung notfalls seniorengerecht umgestalten?
  • Sind öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte fußläufig erreichbar?
  • Wer könnte/sollte sich um Sie kümmern, falls Sie dauerhaft Hilfe benötigen? Auch wenn Sie Kinder haben, sollten Sie nicht von ihnen erwarten, dass sie zu Ihrer Verfügung stehen. Suchen Sie eventuell gemeinsam nach einer alternativen Lösung.

Zu Hause bleiben oder in ein Heim?

„Aber ins Heim gehe ich nicht!“ sagte Frau K. energisch, als ihre Tochter sie vorsichtig darauf ansprach, dass sie offensichtlich in ihrer großen Wohnung allein nicht mehr zurechtkäme. Muss sie auch nicht. Die meisten Menschen verbringen ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden und nicht – wie viele irrtümlich glauben – im Heim. Selbst im Falle der Pflegebedürftigkeit bleiben drei Viertel der betroffenen Menschen in ihrer Wohnung.

Pflege zu Hause © Photographee.eu, fotolia.com
Pflege zu Hause © Photographee.eu, fotolia.com

Das Wohnumfeld hat Einfluss auf die Lebensqualität

Im Laufe des Lebens verändern sich die Ansprüche an die Wohnung. Diese Tatsache sollte nicht unterschätzt werden. Das Wohnumfeld hat Einfluss auf die Lebensqualität. Je mehr Wohnformen Sie kennen, umso flexibler können Sie im Fall des Falles reagieren. Bedauerlicherweise kennen die meisten Menschen nur die klassischen Möglichkeiten: Entweder zuhause bleiben oder ins Heim.

Tipp: In den letzten Jahren sind viele Konzepte für das Wohnen im Alter entstanden und es wird in Zukunft wohl auch noch mehr geben. Einige davon zeigen wir Ihnen in der Kategorie „Mobil dank alternativer Wohnkonzepte“.

Ob man sich nun für ein Leben in den eigenen vier Wänden oder im Heim entscheidet – beides hat Vor- und Nachteile.

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Vorteile der eigenen Wohnung

  • Man bleibt in vertrauter Umgebung.
  • Das Leben kann selbst bestimmt und unabhängig gestaltet werden.
  • Die eigene Wohnung ist meist billiger als ein Heimaufenthalt, sofern man nicht dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Nachteile der eigenen Wohnung

  • Wer allein lebt, muss sich selbst versorgen. Vielen fehlt im Alter dazu die Lust und die Kraft. Das kann zu Defiziten bei der Ernährung führen.
  • Wer nicht über genügend soziale Kontakte verfügt, läuft Gefahr zu vereinsamen.
  • Im Falle einer plötzlichen Erkrankung o.Ä. kann nicht immer rechtzeitig Hilfe geholt werden.

Heim-Vorteile

  • Man hat seinen eigenen Wohnbereich, ist aber trotzdem nie allein
  • Im Notfall ist schnell Hilfe zur Stelle.
  • Man muss sich nicht um den alltäglichen Kleinkram kümmern wie Kochen, Putzen, Waschen.

Heim-Nachteile

  • Der Umzug ins Heim bedeutet meist, sich mit weniger Wohnraum bescheiden zu müssen.
  • Für den Heimaufenthalt müssen die Bewohner tief in die Tasche greifen.
  • Ein gewisses Maß an Gemeinschaftssinn und Anpassungsbereitschaft werden bei einem Heimaufenthalt vorausgesetzt. Das ist nicht immer nach jedermanns Geschmack.

Heim ist nicht gleich Heim

Das Heimgesetz sieht drei unterschiedliche Kategorien der stationären Pflege vor: Das Altenwohnheim, das Altenheim und das Altenpflegeheim.

Pflege im Altenheim © Kzenon, fotolia.com
Pflege im Altenheim © Kzenon, fotolia.com

  • Im Altenwohnheim (Seniorenwohnheim) können ältere Menschen eine separate, kleine Wohnung beziehen, die sie mit eigenen Möbeln einrichten. Die Bewohner sind noch in der Lage, ihren Haushalt selbstständig zu führen. Im Krankheitsfall werden sie vorübergehend betreut und gepflegt.
  • Das Altenheim (Seniorenheim) ist die ideale Lösung für Senioren, die ihren Haushalt nicht mehr selbst führen können oder wollen. Die Bewohner sind aber noch nicht pflegebedürftig. Bei Bedarf steht ihnen Personal für die Grundpflege zur Verfügung. Auch hier können die Zimmer oder Appartements mit eigenen Möbeln bestückt werden.
  • Im Altenpflegeheim werden pflegebedürftige Menschen betreut, die rund um die Uhr auf fremde Hilfe angewiesen sind. Sie leben in Einzel- oder Zweibettzimmern. Hier ist kaum Platz für persönliche Einrichtungsgegenstände.

Allerdings verwischt diese strenge Differenzierung heutzutage immer mehr. Die äußeren Umstände, unter denen ältere Menschen eine stationäre Alteneinrichtung aufsuchen, gleichen sich zunehmend an. Noch 1973 war es üblich, dass Senioren ihren letzten Lebensabschnitt mit etwa 70 Jahren im Altenwohnheim begannen, um sich sukzessive über das Altenheim zum Pflegeheim vorzutasten.

Das ist heute anders. Mit der Lebenserwartung steigt auch das Heimeintrittsalter. Die meisten Senioren sind über 85 Jahre alt und pflegebedürftig, wenn sie in ein Heim ziehen. Alleinstehende Frauen sind deutlich überrepräsentiert, verheiratete Senioren durchwegs in der Minderheit. Durch das hohe Eintrittsalter und die schlechte körperliche Verfassung sinkt auch die durchschnittliche Verweildauer. Sie liegt bei etwa neun Monaten.

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