Mobilität im städtischen und ländlichen Raum

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Mobilität gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Der Verlust der Mobilität ist für viele Ältere so, als ob sie ihre Lebenskraft und ihre Würde einbüßten. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob ältere Menschen in der Stadt oder auf dem Land leben. Es sind die Verkehrsmittel, die Mobilität überhaupt erst möglich machen. In allen Städten Deutschlands gibt es in der Regel gut ausgebaute Verkehrsanbindungen, die auch das Umland mit einbeziehen. Daher sind Senioren, die im städtischen Umfeld leben, eher bereit, auf ihr Auto zu verzichten als ältere Menschen, die auf dem Land wohnen. Hier ist das Auto immer noch ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und sei es auch nur, um einzukaufen oder zum Arzt zu kommen.

Bushaltestelle auf dem Land © noxmox, fotolia.com
Bushaltestelle auf dem Land © noxmox, fotolia.com

Unzureichende Infrastruktur auf dem Land

Seit einigen Jahren zeichnet sich der Trend ab, Geschäfte, Dienstleistungen, medizinische Versorgungseinrichtungen sowie kulturelle und sportliche Freizeitangebote aus dem ländlichen Raum abzuziehen und im nächstgelegenen Stadtzentrum oder in Gewerbegebieten anzusiedeln. Für viele ältere Menschen ist unter diesen Umständen kaum noch möglich, weiterhin ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu führen. Dagegen sind die Einrichtungen des täglichen Bedarfs in den Städten meist nur fußläufig entfernt.

Zu einem interessanten Ergebnis kam eine Studie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Sie zeigt, dass ältere Menschen in den städtischen Regionen in ihrer Freizeit aktiver sind als diejenigen auf dem Land. Mobilität und das räumliche Umfeld stehen also in engem Zusammenhang. Nun können und wollen nicht alle Menschen vom Land in die Stadt abwandern. Langfristiges Ziel muss es daher sein, die Rahmenbedingungen zu ändern. Auch die PolitikerInnen wissen um dieses Problem und machen sich Gedanken über die „Mobilitätssicherung in Zeiten des demografischen Wandels“:

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