Menüservice für Senioren

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Menüservice für Senioren: Mit dem Lieferdienst kommt das Essen auf Rädern

Stundenlang am Herd zu stehen, fällt im Alter immer schwerer. Ein frisch gekochtes Essen ist jedoch zweifach wichtig: Es schmeckt einfach viel besser als Tüten- oder Dosenkost – und nur eine ausgewogene Ernährung sorgt für Wohlbefinden und gute Abwehrkräfte. Damit auch ältere, erkrankte und in der Bewegung eingeschränkte Menschen täglich ein gesundes Mittagessen genießen können, wurde „Essen auf Rädern“ ins Leben gerufen. In diesem Beitrag erhalten Sie Informationen über die unterschiedlichen Menüs und worauf Sie beim Menüservice achten sollten.

Essensmenü für Senioren © Hildebrandt, stock.adobe.com
Menüservice für Senioren © Hildebrandt, stock.adobe.com

Welche Vorteile hat ein Menüservice für Senioren?

Die Anbieter lassen die Wahl zwischen unterschiedlichen Bestellmöglichkeiten: im Internet, per Bestellschein oder Telefon. Bei der ersten Lieferung ist immer auch eine bebilderte Broschüre mit allen notwenigen Informationen dabei. Natürlich ist das Essen auf Rädern teurer als eine selbstgekochte Mahlzeit, dafür bietet es aber auch viele Vorteile:

  • Das Menü wird einfach an der Haustür in Empfang genommen.
  • Das Klingeln des Fahrers erinnert vor allem vergessliche Senioren ans Essen.
  • Eine Mangelernährung wird vermieden, da sich Profis um ein ausgewogenes Verhältnis der wichtigsten Nahrungsbestandteile kümmern (Vollkost).
  • Kräfte werden geschont, da das Einkaufen und die oft anstrengende Zubereitung entfallen.
  • Die Unfallgefahr in der Küche sinkt, da weder mit scharfen Küchenwerkzeugen noch an der heißen Herdplatte hantiert wird.
  • In der Regel können auch Senioren die Verpackungen leicht öffnen und das Essen gut entnehmen.
  • Es kann immer aus verschiedenen Menülinien ausgewählt werden.
  • Die Menüpreise sind unterschiedlich, so ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.
  • Neben klassischen Menüs wird auch Diät- und Diabetikerkost angeboten.
  • Die Senioren freuen sich über ihre Eigenständigkeit, die pflegenden Angehörigen über eine Entlastung.
Tipp: Macht Senioren das Selberkochen noch Spaß, könnte eine Einkaufshilfe die perfekte Alternative zum Menüservice sein. Im Beitrag erfahren Sie alles über diesen weit verbreiteten mobilen Dienst.
Menüservice Bestellung und Angebot
Menüservice Bestellung und Angebot

Welche Menüarten werden angeboten?

Sie heißen „Klassiker“ oder „Tradition“, „kleine Mahlzeit“ oder „Seniorenteller“, „Feinschmecker-“ oder „Gourmet-Menü“ – die Namen sind unterschiedlich, die Menülinien jedoch ähnlich. Alle bekannten Anbieter listen jeden Tag eine Bandbreite von 4 bis 6 Menüs.

Zum turnusmäßig wechselnden Speiseplan gehören folgende Vollkost-Menüs:

  • Fleischgerichte – von deftig bis besonders bekömmlich,
  • Vegetarische Menüs, mal mit Gemüse, mal süße Klassiker,
  • Eintöpfe, mit und ohne Fleisch-Einlage,
  • Fischgerichte, genau wie die pflanzlichen besonders wichtig für eine cholesterinarme Ernährung.

Als Beilage gesellen sich mal Kartoffeln, mal Nudeln, mal Reis, oft auch Gemüse und/oder Salat hinzu. Gegen Aufpreis kann zusätzlich eine Vorspeise und/oder ein Dessert geordert werden.

Hinweis: Der Begriff Schonkost ist rechtlich nicht definiert. Im Allgemeinen wird darunter jedoch eine sorgfältig zubereitete, schwach gewürzte, leicht verdauliche Krankenkost verstanden, die das Verdauungssystem und die Organe schont.

Auf Wunsch bieten die meisten Menübringdienste auch spezielle Diätspeisen an wie

  • Püreemenüs: Senioren mit einer Dysphagie können pürierte Speisen besser schlucken. Die pürierten Komponenten werden so geformt, dass sie aussehen wie gewohnt und auch genauso schmecken.
  • Lactosefreie Speisen: Diese Menüs enthalten selbstverständlich keine Milch und keinen Käse.
  • Salzarme Gerichte: Ein Zuviel an Kochsalz kann blutdrucksteigernd wirken. Auch bei Nierenerkrankungen sollte die Ernährung salzarm sein.
  • Dialysekost: Dialysepatienten sollten sich phosphat- und kaliumarm ernähren, Milch und Vollkornprodukte vermeiden.
  • Diabetikerkost: Die Menüs enthalten viele Ballaststoffe und einen hohen Vollkornanteil.
  • Leichte Vollkostgerichte: Inhaltsstoffe, die Beschwerden wie Blähungen auslösen können, werden vermieden.
Tipp Nicht alle Personen mit einer Lactose-Intoleranz müssen auf Käse verzichten: Ist dieser lange gereift, hat sich der Milchzucker bereits stark zurückgebildet. Nicht korrekt ist die Ansicht, Milch von Schaf und Ziege sei lactosefrei. Lactosefrei kann Milch nur durch das Zusetzen des Enzyms Lactase werden. Dieses nimmt die Verdauung quasi vorweg und entlastet damit den Darm.
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Worauf ist beim Menüservice-Anbieter zu achten?

Auf dem Land ist die Auswahl an Essensbringdiensten leider sehr eingeschränkt. Leben wenige Menschen in einem Ort, lohnt sich die Auslieferung heißer Mahlzeiten einfach nicht. Das bedeutet jedoch keineswegs den Verzicht auf frisch zubereitete Fertigmenüs. Das Zauberwort heißt Tiefkühlkost. Für Tiefkühlmenüs muss zwar der Backofen oder die Mikrowelle eingeschaltet werden, Vorteile gibt es aber auch hier: Zum einen kann immer ein kleiner Vorrat im Haus sein, zum anderen ist die Flexibilität bei der Essenszeit größer. Eine gute Lösung, wenn sich der große Appetit meistens erst am Abend einstellt.

In den Städten sieht die Situation anders aus: Private Träger konkurrieren mit Wohlfahrtsverbänden wie DRK, Johanniter und Caritas. Die Wahl gerät jedoch nicht zur Qual, sondern bietet eine große Chance, den besten Dienstleister zu finden. Auf jeden Fall sollten Sie folgende Punkte beachten:

Die Qualität des Essens ist das A und O. Die Gerichte sollten frisch gekocht, nicht zu lange warmgehalten und reich an Nährstoffen sein. Ein abwechslungsreicher Speiseplan ist ebenso wichtig wie die Kennzeichnung der Zutaten und Nährwerte.

Tipp: Bauen Sie auf die Erfahrungen von Nachbarn und Bekannten. Vielleicht kennt jemand einen empfehlenswerten Menüservice.

Der Service sollte gut sein. Das heißt beispielsweise: Sind Probiermenüs und vegetarische Speisen im Angebot? Sieht der Speiseplan auch Salate vor? Wie steht es mit den Verträgen und Kündigungsfristen? Manche Essen-auf-Rädern-Dienste verzichten auch auf eine vertragliche Bindung.

Hinweis: Sie sollten sich bewusst sein, dass die Menübringdienste meistens nicht selbst kochen. Sie kooperieren mit großen Unternehmen und liefern die Mahlzeiten lediglich aus. Marktführer ist nach eigener Angabe der Rheiner „Verpflegungsspezialist“ apetito. Je nach Region stammt das Essen wiederum aus anderen Großküchen.

Ein Preisvergleich lohnt sich immer. Die Kosten für ein Menü beginnen bei knapp über 5 Euro. Gourmet-Menüs können leicht das Doppelte kosten. Vorsicht auch: Es kommt vor, dass Menübringdienste das Essen bei ein und demselben Unternehmen beziehen, aber unterschiedliche Preise verlangen. Wenn das Dessert inklusive ist, sollte dies in die Preiskalkulation mit einfließen.

Hinweis: Von der Pflegeversicherung erhalten Sie keinen Zuschuss. Sind Sie jedoch krank, brauchen Nahrungsmittel, die einer Mangelernährung vorbeugen, und können sich diese finanziell nicht leisten, liegt ein „Mehrbedarf“ nach § 30, Abs. 5 SGB XII vor. Ein Nachfragen beim Sozialamt kann sich durchaus lohnen.

Die Menüschalen sollten auf keinen Fall aus Aluminium sein! Es gelangt zwar immer nur eine winzige Menge ins Essen, aber Senioren können die nerven- und knochenschädigende Substanz oft kaum noch über die Nieren ausscheiden. Ungefährlicher sind die meist weißen Kunststoff-Schalen. Wohl noch Zukunftsmusik, aber auf jeden Fall zu bevorzugen ist Mehrweg-Geschirr. Fragen Sie beim infrage kommenden Menüservice nach, ob er zu den fortschrittlichen Anbietern gehört.

Tipp: Auf ihrer Webseite zu „Essen auf Rädern“ geht die Verbraucherzentrale auf dieses Thema ein. Dort steht auch eine gut gemachte Checkliste zum Download bereit.
Menüservice: Wichtige Punkte auf die Sie achten müssen
Menüservice: Wichtige Punkte auf die Sie achten müssen

Wie gut ist Essen auf Rädern wirklich?

Essen auf Rädern hat nicht den allerbesten Ruf: Zu salz- und zuckerhaltig sei die Kost, zu viel Fett und zu wenig Nähstoffe seien enthalten. Und tatsächlich: Eine 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung durchgeführte Studie kam zum Ergebnis, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Empfehlungen des DGE würden größtenteils nicht realisiert.

Inzwischen hat sich einiges getan. Zumindest die Kennzeichnung – wie Salz- und Zuckergehalt, die Fleischart, die Nachhaltigkeit des Fischangebots etc. – ist heute gewährleistet. Wünschenswert wäre noch die 100 %ige Einhaltung des „DGE-Qualitätsstandards für Essen auf Rädern“. Entsprechende Menüdienste sind am DGE-Zertifikat erkennbar.

Bis dies der Standard ist, schlagen wir vor: Stellen Sie sich Ihre Mahlzeiten selbst nach den Empfehlungen des DGE zusammen. Mit folgenden Lebensmitteln wird der Nährstoffbedarf von Senioren ab 65 für die Mittagsmahlzeit im Wochendurchschnitt gedeckt. In 7 Tagen sollten verzehrt werden:

  • täglich Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln; davon mind. 1 x Vollkornprodukte und max. 1 x Kartoffelerzeugnisse,
  • täglich Gemüse, davon mind. 3 x Rohkost oder Salat,
  • mind. 3 x Obst,
  • mind. 3 x Milch oder Milchprodukte,
  • max. 3 x Fleisch/ Wurst, davon mind. 1 x mageres Muskelfleisch,
  • mind. 1 x Seefisch, alle 14 Tage fettreicher Seefisch.

Quelle: https://www.fitimalter-dge.de/dge-qualitaetsstandard/essen-auf-raedern/gestaltung-der-verpflegung/mittagsverpflegung/

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