Das Wichtigste in Kürze
- 2025 fuhren rund 11 Millionen Fahrgäste Fernbus, halb so viele wie zu Spitzenzeiten; den Markt prägt heute vor allem FlixBus.
- Deutschlandticket und Wertmarke gelten im Fernbus nicht; eine Begleitperson mit Merkzeichen B fährt aber kostenlos mit.
- Im Rollstuhl sitzend reisen Sie bei FlixBus nur auf ausgewählten Linien – fragen Sie 14 bis 7 Tage vorher an.
- Auf Linien ab 250 Kilometern planmäßiger Strecke wählen Sie bei über 120 Minuten Abfahrtsverspätung zwischen Weiterfahrt und Erstattung.
Fernbusse sind eine günstige Alternative zur Bahn. Seit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs 2013 dürfen Busse in Deutschland auch Fernstrecken im Linienverkehr bedienen. Viele der damaligen Anbieter sind inzwischen wieder verschwunden; den Markt prägt heute vor allem FlixBus.
2025 reisten laut Statistischem Bundesamt rund 11 Millionen Fahrgäste mit Fernbussen – 6 Prozent mehr als im Vorjahr, aber nur etwa halb so viele wie in den Jahren 2016 bis 2018. Für viele ist die Reise mit dem Fernbus nicht nur eine billige Alternative zum ICE, sondern auch zum Regionalzug. Wer ein Deutschlandticket hat, fährt im Regionalzug allerdings ohne Aufpreis – im Fernbus gilt es nicht.

Die Fahrt mit dem Fernbus schont nicht nur den Geldbeutel. Auch bei Bahnstreiks oder gesperrten Strecken weichen viele Fahrgäste gern auf den Fernbus aus. Die Fahrt dauert allerdings oft länger als mit dem Zug. Wen das nicht stört, der kann es sich an Bord bequem machen. Bei FlixBus gehören eine Bordtoilette für den Notfall und Lademöglichkeiten fürs Handy dazu, in den meisten Bussen auch kostenloses WLAN.
Die Buchung erfolgt am einfachsten über das Internet oder die App. Aber auch Reisebüros und Verkaufsstellen können Ihnen behilflich sein; dort kann bei FlixBus eine standortabhängige Servicegebühr hinzukommen. Auch über den telefonischen Kundenservice können Sie buchen. Für welchen Anbieter Sie sich entscheiden, hängt natürlich von Ihrem Wunschziel ab. Denn die Busunternehmen fahren nicht alle dieselben Orte an. Viele Verbindungen führen auch ins Ausland; FlixBus fährt nach eigenen Angaben über 8.000 Ziele in mehr als 40 Ländern an.

Mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Begleitperson
Fernbusse im innerdeutschen Linienverkehr müssen laut Personenbeförderungsgesetz seit 2020 mindestens zwei Rollstuhlplätze haben. FlixBus bietet die Fahrt im Rollstuhl sitzend nach eigenen Angaben aber nur auf einer begrenzten Zahl von Linien an, weil auch Bus und Haltestellen passen müssen. Fragen Sie deshalb frühzeitig an.
Die Wertmarke für die Freifahrt im Nahverkehr gilt im Fernbus nicht. Steht im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B, fährt eine Begleitperson aber auch im Fernbus unentgeltlich mit. Unabhängig davon nehmen freifahrtberechtigte schwerbehinderte Reisende einen Rollstuhl, soweit der Bus es zulässt, und andere orthopädische Hilfsmittel kostenlos mit. Weitere Tipps lesen Sie im Beitrag Reisen mit Handicap.
Vor der Buchung bei FlixBus klären
Ihre Rechte bei Verspätung und Ausfall
Auf Linien mit einer planmäßigen Strecke ab 250 Kilometern gelten die vollen EU-Fahrgastrechte im Busverkehr; einige Grundrechte, etwa für Reisende mit Behinderung, gelten auch auf kürzeren Linien. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Fahrgastrechte im Fernbus
1Verspätung oder Ausfall
2Mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität
3Beschwerde
Beschweren Sie sich innerhalb von drei Monaten beim Busunternehmen. Hilft das nicht, können Sie eine Schlichtungsstelle anrufen – bei FlixBus ist das die Universalschlichtungsstelle des Bundes, nicht mehr die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr.
Heben Sie Fahrkarte und Belege auf – damit lassen sich Ansprüche leichter durchsetzen.
Anbieter
Ich möchte in Zukunft öfter die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, habe aber bisher nicht viel Erfahrung damit. Was sollte ich beachten?… weiterlesen



