Barrierefreiheit im Ausland

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Mobilitätsprobleme und Barrierefreiheit im Ausland

Sie haben ein barrierefreies oder zumindest rollstuhlgerechtes Hotel gefunden? Na dann ist ja alles paletti, oder? Leider nicht. Je nachdem, wie Sie sich Ihren Urlaub vorstellen, könnten Sie dennoch enttäuscht werden. Und das ist mitunter dann der Fall, wenn Sie mehr als nur Strandurlaub wollen. Nicht alle Restaurants sind beispielsweise für Menschen mit Handicap geeignet. Im Sommer, wenn sich das Leben sowieso meist draußen abspielt, ist das kein großes Problem. Viele Restaurants haben Tische im Freien und dort finden auch RollstuhlfahrerInnen leicht einen Platz. Wahrscheinlich möchten Sie aber auch die Stadt erkunden und Sehenswürdigkeiten besichtigen. Doch das ist nicht überall uneingeschränkt möglich.

Rollstuhlfahrer im Urlaub am Meer © pure-life-pictures, fotolia.com
Rollstuhlfahrer im Urlaub am Meer © pure-life-pictures, fotolia.com

Nehmen wir zum Beispiel Griechenland. Ein Land, das vor beeindruckenden Sehenswürdigkeiten nur so strotzt. Seit 2006 ist das „European Network for Accessible Tourism (ENAT)“ in Athen ansässig und drängt darauf, zumindest in den beliebtesten Ferienregionen rollstuhlgerechte Unterkünfte anzubieten. Das krisengeschüttelte Hellas hat Tourismus zwar bitter nötig, doch um Duschen, Aufzüge, Rampen und automatische Türen nachzurüsten oder gleich neu zu bauen, fehlt das Geld. Auch wenn es deutlich mehr Hotels für RollstuhlfahrerInnen gibt als früher, hat das Land im barrierefreien Tourismus noch viel nachzuholen.

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Barrierefreiheit im Ausland

Das, was das Land über Sonne, Meer und Wein hinaus zu bieten hat, können mobilitätseingeschränkte Personen bestenfalls erahnen. Griechenland ist die Wiege der abendländischen Kultur, doch davon bekommen RollstuhlfahrerInnen kaum etwas zu mit. Denn gerade die schönsten Sehenswürdigkeiten muss man sich hart erarbeiten. Schließlich hat Griechenland mehr Berge als die Schweiz. Zahlreiche Steigungen, Treppen und unebenes Gelände gilt es zu überwinden. Zwar besitzt die Akropolis einen Lift, doch der befördert die Gäste mit Mobilitätseinschränkungen nur auf die oberste Ebene der Akropolis. Mehr geht nicht. Das Herumfahren gestaltet sich aufgrund der Bodenbeschaffenheit als denkbar schwierig. Das Akropolis-Museum ist jedoch bis auf zwei Räume auch mit Rollstuhl zu befahren. Andere geschichtsträchtige Stätten wie Mystras, die Meteora-Klöster oder Delphi sind für mobilitätseingeschränkte Menschen nicht geeignet.

Auch sonst ist Barrierefreiheit in Griechenland ein Fremdwort. In den Altstädten und Dörfern sind die Gassen eng und uneben. Auf den schmalen Gehwegen wachsen Bäume, die von RollstuhlfahrerInnen schwer umfahren werden können. Für sie wie auch für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sind zudem die meist außergewöhnlich hohen Bordsteine ein großes Hindernis. Kein Wunder, dass man in Griechenland kaum SeniorInnen mit Rollator sieht.

Am besten können sich Menschen mit Mobilitätsproblemen in den Hauptstraßen Athens bewegen. Der öffentliche Nahverkehr ist weitgehend barrierefrei. Eine Begleitperson ist trotzdem nützlich. Allerdings sind die Griechen sehr hilfsbereit. Ohne lange zu fackeln, packen sie an, wenn ein Rolli-Fahrer in Not ist.

Sorgfältig planen

Generell ist im Ausland die Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen mit Handicap groß. Trotzdem sollten sich mobilitätseingeschränkte Personen reiflich überlegen, wohin die Reise geht. Wie Griechenland ist auch die Türkei mit ihren historisch interessanten Zielen und das beliebte Portugal für behinderte Menschen nur bedingt geeignet. Gleiches gilt für Israel und Jordanien oder für die zahlreichen Kulturstätten an der Seidenstraße, die zurzeit bei SeniorInnen sehr gefragt sind. Von Fernreisen ist nicht grundsätzlich abzuraten, sie erfordern nur eine gründliche und sachliche Recherche.

Auch wenn so mancher Traumurlaub begraben werden muss, gibt es noch genügend andere Urlaubsländer für barrierefreien Tourismus. Italien, Frankreich und Spanien sind schon vorbildlich auf Menschen mit Handicap eingestellt. Gleiches gilt für Skandinavien, Großbritannien und die USA. Aber auch Polen investiert zurzeit viel Geld und ist enorm kreativ, um sein touristisches Angebot für Menschen mit Handicap interessant zu machen:

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