Roboter für die Fensterreinigung

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Roboter für die Fensterreinigung: Fensterputzroboter und Fenstersauger

Ob Panoramascheiben, schwer erreichbare Oberlichter oder die Glasabdeckung des Wintergartens – Fensterputzen kann sehr anstrengend sein. Fensterroboter nehmen Senior*innen diese mühsame Arbeit ab. Und das Schöne: Nicht nur Außenscheiben können diese Haushaltshelfer reinigen, sondern auch Duschkabinen, Spiegel, Fliesenwände, Tischplatten und andere ebenen Flächen. Wir stellen die Unterschiede vor und geben Tipps für den Kauf eines automatischen Fensterputzers.

Fensterputz-Roboter im Einsatz © navintar, stock.adobe.com
Fensterputz-Roboter im Einsatz © navintar, stock.adobe.com

So funktioniert ein Fensterreinigungsroboter

Fensterwischroboter erzeugen einen Unterdruck und saugen sich praktisch an die Glasscheibe. Damit das funktioniert, ist eine ständige Stromversorgung über ein Stromkabel notwendig. Um bei einem plötzlichen Stromausfall einen Absturz zu vermeiden, ist immer ein Notstrom-Akku eingebaut. Die Fensterputzroboter der Zukunft sind kabellos, derzeit aber noch äußerst selten.
Das streifenfreie Fensterwischen kann auf zwei Arten vonstattengehen. Dementsprechend werden auch zwei Bauarten angeboten:

  • Quadratische Putzroboter sind etwa 30 x 30 cm groß und fahren in geraden Bahnen über die zu putzende Fläche. Treffen sie auf den Fensterrahmen, drehen sie sich um einige Grad und laufen in eine andere Richtung. Fachleute sprechen dabei vom N- oder Z-Modus. Quadratische Fensterreinigungsroboter sind durch ihren größeren Unterdruck gründlicher und erreichen auch die Ecken. Auf der anderen Seite sind sie schwerer und etwas teurer als Typ Nr. 2.
  • Längliche Putzroboter haben zwei Wischpads, die abwechselnd rotieren. So entsteht beim Putzen eine Art Tanzbewegung. Längliche Fensterwischroboter sind ein bisschen langsamer, dafür aber leichter und meist etwas günstiger. Die Scheibenecken müssen immer von Hand nachbearbeitet werden.
Hinweis: Es ist ein Irrtum, zu glauben, horizontale und schräge Fenster bewältige ein Glasreinigungsroboter leichter als vertikale. Die „Über Kopf“-Arbeit erfordert eine spezielle Technologie.
Fensterputz-Roboter im Einsatz © Angelov, stock.adobe.com
Fensterputz-Roboter im Einsatz © Angelov, stock.adobe.com

Folgendes ist beim Fensterroboter-Kauf zu beachten

Vorweg sei gesagt: Ein Roboter zum Reinigen von Scheiben lohnt sich nur bei großen oder schwer zu erreichenden Fenstern. Für alle anderen ist die Vorarbeit unserer Meinung nach einfach zu aufwendig. Und dies sind die wichtigsten Kaufkriterien:

  • Fensterfläche: Die meisten der in Deutschland verbauten Fenster haben eine Fläche von ca. 2 m². Ein schneller Fensterroboter ist damit in knapp fünf Minuten fertig. Eine geschickte Person putzt diese Fläche in ca. 10 Minuten von Hand. Zeitersparnis also ca. 50 %.
  • Putzgeschwindigkeit: Bei sehr großen Fensterflächen kann die Reinigungsgeschwindigkeit eine Rolle spielen. Als schnell gelten max. 2,5 Minuten pro m². Dies erreichen nur die eckigen Wischroboter.
  • Fensterneigung: Nicht alle Robos bewältigen schräge Fensterflächen. Bei einem Wintergartendach und bei Dachfenstern bitte auf die Eignung achten.
  • Lautstärke: Fensterreinigungsroboter arbeiten nicht leise. Akzeptabel sind bis 65 dB (wie Kantinenlärm). Ob man den Schallpegel eines Rasenmähers (ca. 70 dB) oder sogar von starkem Verkehr (ca. 75 dB) aushalten möchte, ist dagegen fraglich.

Die Vor- und Nachteile eines Fensterputzroboters

Vorteile und Nachteile gut abwägen
Vorteile und Nachteile gut abwägen

Wie bei allen Hilfsmitteln haben auch diese Serviceroboter positive und weniger positive Seiten.
Zu den Vorteilen zählen:

  • Während der Roboter wischt, bleibt Zeit für schöne Dinge (oder andere Hausarbeit)
  • Eine Anwesenheit ist nicht erforderlich (wichtiger Aspekt bei lauten Geräten)
  • Keine Mühe beim Säubern sehr großer und schwer erreichbarer Scheiben
  • Keine Sturzgefahr durch Hantieren auf einer wackligen Leiter
Tipp: Smarte Geräte können auch vom Urlaubsort gesteuert werden. Mit der passenden App dient das Smartphone als Fernbedienung.

Die Nachteile eines Fensterwischroboters sind:

  • Anschaffungskosten
  • Fest sitzender Schmutz wird oft nicht gelöst
  • Ecken müssen meistens manuell nachbearbeitet werden
  • Die Vor- und Nachbereitung ist aufwendiger als beim manuellen Fensterputzen.

Fazit: Ein Scheibenputzroboter ist geeignet für Senior*innen, denen das Fensterputzen zu anstrengend ist, die jedoch keine Reinigungsfirma damit beauftragen möchten. Wird das Gerät häufiger eingesetzt, wischt es den Schmutz mühelos weg. Bei schwer erreichbaren und sehr hohen Fenstern ist ein quadratischer Roboter die erste Wahl, an gut erreichbaren Fenstern ist schnell ein wenig nachgewischt. In puncto Sicherheit überzeugen die selbsttätigen Wischer ohnehin. Zu bedenken ist allerdings, dass erst einige Handgriffe erforderlich sind, bevor der Roboter starten kann.
Für Senior*innen ohne körperliche Einschränkung kann ein halbautomatisches Handgerät eine interessante Alternative sein. Um nächsten Abschnitt stellen wir die wichtigsten Vorteile von Fensterputzroboter und Akku-Fenstersauger gegenüber.

Die Alternative: der Fenstersauger

Zumindest 3-in-1-Fenstersauger erledigen die drei Arbeitsschritte des Fensterputzen mit einem Handgriff: Putzen, Abziehen und Trocknen. Elektrische Fenstersauger werden einfach mit der Lösung befüllt und über die Scheibe gezogen. Nachteil: Die Kosten reichen mit ca. 200 Euro schon fast an einen Fensterputz-Roboter heran. Empfehlenswerter Hersteller ist der Staubsauger-Profi Vorwerk.

Fenstersauger im Einsatz © karepa, stock.adobe.com
Fenstersauger im Einsatz © karepa, stock.adobe.com

Deutlich häufiger sind 2-in-1-Fenstersauger. Indem sie das schmutzige Wasser abziehen und aufsaugen, erleichtern sie die Fensterreinigung erheblich. Das Einschäumen muss allerdings von Hand geschehen. Dafür sind die Kosten auch erheblich niedriger. Akku-Fenstersauger von Bosch, Kärcher, Vileda, Leifheit u.a. gibt es ab ca. 40 Euro. Für schwer erreichbare Stellen wird häufig ein Teleskopstiel mitgeliefert.

Und dies sind die wesentlichen Unterschiede im Überblick:

Vorteile Fensterputzroboter Vorteile Akku-Fenstersauger
  • vollautomatischer Betrieb, auch in Abwesenheit
  • kein Kraftaufwand nötig
  • sicherer
  • bessere Reinigungsleistung, auch bei stark verschmutzten Scheiben
  • weniger Vor-/Nacharbeit
  • günstiger

Marken und Preise der Fensterputz-Roboter

Bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Fensterputzroboter-Modell fällt, lohnt sich ein genauer Vergleich. Die Geräte sind sehr unterschiedlich in Ausführung und Qualität. Da es selbst bei ein und demselben Hersteller zu Überraschungen kommen kann, sollte das Urteil eines guten Fachverkäufers oder Test-Portals im Internet eingeholt werden. Als empfehlenswert gelten folgende Anbieter:

  • Der Marktführer Ecovacs Robotics mit der Winbot-Modellserie. Das Unternehmen bietet auch kabellose Varianten an sowie zuverlässige Staubsaugerroboter.
  • Sichler Hausgeräte mit den PR-Modellen des US-amerikanischen Unternehmens Hobot (teilweise auch als Hobot-Reihe angeboten)

Die günstigsten Fensterputzroboter kosten ca. 200 Euro. Quadratische Markengeräte liegen bei 300 bis 500 Euro, die länglichen etwas darunter.

Hinweis: Sollten Sie sich für ein besonders günstiges Angebot aus Fernost entscheiden, vergewissern Sie sich bitte vorher, dass auch eine deutsche Bedienungsanleitung beiliegt. Dies ist bei ausländischen Fabrikaten nicht immer selbstverständlich.

Neben Fensterreinigungsrobotern übernehmen auch Staubsauger- und Bodenwischroboter einige Reinigungstätigkeiten im Haushalt. Viele Senioren und Seniorinnen lassen mittlerweile selbst den lästigen Teil der Gartenarbeit erledigen: mit einem fleißigen Rasenmäh-Roboter.

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