Elektromobile Übersicht

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Was sind Elektromobile und wie funktionieren sie?

Ein Elektromobil, auch E-Scooter, E-Shopper oder Seniorenmobil genannt, ist ein mehrspuriges, kompaktes, elektrisch angetriebenes Leichtfahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit zwischen 6 und 15 km/h. Die wendigen Fahrzeuge verfügen über einen Sitz für den Fahrer sowie offenen Stauraum.

Elektromobile © stanzi11, fotolia.com
Elektromobile © stanzi11, fotolia.com

Der Sitz ist bei manchen Modellen drehbar, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern, und kann in der Höhe verstellt werden, um sich der Größe des Fahrers anzupassen. Die Füße werden während der Fahrt bequem auf der Bodenplatte abgestellt. Für Gas und Bremse gibt es keine Pedale, sondern wie bei einem Motorroller einen Drehgriff bzw. eine Hebelwippe.

Ein Elektromobil ist wie ein Rollstuhl, nur anders

Elektromobil: Grundsätzliche Eigenschaften
Elektromobil: Grundsätzliche Eigenschaften

Rechtlich werden Elektromobile als „motorisierte Krankenfahrstühle“ und damit als Medizinprodukte bewertet. Daher ist für ihre Benutzung weder ein Führerschein noch eine Fahrprüfung erforderlich. Allerdings unterscheiden sie sich von einem klassischen Elektrorollstuhl in einigen wesentlichen Punkten:

Elektrorollstuhl

Elektromobil

Antrieb

Front- oder Heckantrieb

Heckantrieb

Lenkung

Direkt oder über Differential

Direkt über die Vorderachse

Steuerung

Joystick

Lenksäule mit Lenker

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Elektromobile eignen sich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Gehbehinderungen. Sie setzen jedoch voraus, dass der Fahrer selbständig ein- und aussteigen und beide Arme frei bewegen kann, um das Elektromobil zu steuern. Gelenkt wird über einen mit beiden Händen zu greifenden und zu bewegenden Lenker, an dem sich auch weitere Bedienelemente wie Gas, Bremse, Beleuchtung oder der Startmechanismus befinden. Digitale Anzeigen, etwa für die Batterieladung oder die gefahrenen Kilometer, finden sich ebenfalls häufig im Mini-Cockpit des Elektromobils.

Elektromobil Voraussetzungen
Elektromobil Voraussetzungen

Motor, Antrieb und Steuerelektronik sind meistens unterhalb des Fahrersitzes angebracht, um einen möglichst bodennahen Schwerpunkt des Fahrzeuges zu erreichen. Auf der Bodenplatte oder in einem Korb an der Lenksäule kann Gepäck transportiert werden. Zudem sind hochwertige Modelle mit einer Beleuchtungsanlage, elektrischen Blinkern und Rückspiegeln ausgestattet.

Elektromobil © Ingo Bartussek, fotolia.com
Elektromobil © Ingo Bartussek, fotolia.com

Für Fahrten im Regen sind die meisten Elektromobile jedoch nicht geeignet, da die Fahrerkabine oben und an den Seiten offen ist. Elektromobile haben weder Seitenwände noch Türen oder ein Dach. Für einige Modelle ist allerdings ein abnehmbares Verdeck als Zubehör erhältlich, das Regen und Wind zumindest teilweise abhält. Doch auch damit bietet das Fahrzeug nicht den Komfort eines Pkw, da die Seiten selbst bei angelegtem Verdeck offen sind und den Wind einlassen.

Dafür lassen sich die Fahrzeuge meist mit wenigen Handgriffen zerlegen oder falten, so dass sie einfacher im Kofferraum transportiert werden können. Allerdings sollte dabei das Gewicht nicht unterschätzt werden: Selbst kleine Modelle wiegen mindestens 40 Kilogramm, und größere Varianten, die auch nicht mehr zerlegbar sind, können bis zu 300 Kilogramm schwer sein.

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Unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Einsatzbereiche

Eine allgemeine Klassifizierung findet sich in DIN EN 12184 Abschnitt 5. Hier werden Elektromobile in Abhängigkeit von der jeweiligen Anwendung in drei Klassen eingeteilt:

Klasse A Kompakte, wendige Elektromobile, die nicht unbedingt in der Lage sind, Hindernisse im Freien zu überwinden. Hauptsächlich für die Nutzung im Innenbereich geeignet.
Klasse B Für bestimmte (rollstuhlgerechte oder barrierefreie) Innenräume ausreichend kompakte und wendige Elektromobile, die in der Lage sind, kleine Hindernisse im Freien zu überwinden.
Klasse C Große Elektromobile, die nur in Ausnahmefällen in Innenräumen genutzt werden. Sie eignen sich zur Bewältigung von größeren Entfernungen und können auch Hindernisse im Freien (beispielsweise Bordsteinkanten) überwinden.

Vereinfacht lässt sich sagen, dass günstige, langsame und kompakte Modelle in der Regel den Klassen A oder B entsprechen, während Elektromobile der Klasse C sich preislich am oberen Rand bewegen, dafür jedoch auch schneller fahren und oft mehr Fahrkomfort bieten.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Anzahl der Räder: Es sind sowohl Elektromobile mit 3 als auch mit 4 Rädern erhältlich, wobei die Hinterachse grundsätzlich mit zwei Rädern versehen ist, um ausreichend Stabilität zu gewährleisten. Angetrieben werden die Fahrzeuge immer von einem starken Elektromotor, dessen Batterie an jeder Steckdose aufgeladen werden kann. Sie müssen also weder eine Tankstelle anfahren, noch benötigen Sie einen Starkstromanschluss, um ein Seniorenmobil zu nutzen.

Elektromobil mit drei Rädern © ahavelaar, fotolia.com
Elektromobil mit drei Rädern © ahavelaar, fotolia.com

Elektromobile werden außerdem nach ihrer Fahrgeschwindigkeit unterschieden: Die kleinsten Modelle erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h, größere schaffen 10 oder 12 km/h. Die schnellsten Elektro-Scooter erreichen maximal 15 km/h und eignen sich damit auch für Fahrten über größere Distanzen. Bisweilen werden auch sogenannte Mini Scooter angeboten, hierbei handelt es sich um besonders günstige und kompakte Fahrzeuge der Klasse A mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 oder 10 km/h.

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