Aufzug Kosten

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Kosten für einen Aufzug

Viele Häuser und Wohnungen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet, weil sie nicht barrierefrei oder zumindest barrierearm gestaltet sind. Das betrifft vor allem höhergelegene Wohneinheiten, also alle Wohnungen, die sich nicht auf Bodenniveau im Erdgeschoss befinden. Wer in einer solchen Wohnung oder Immobilie wohnt, muss sich daher beizeiten darüber Gedanken machen, ob im Alter oder im Falle einer plötzlichen Immobilität – beispielsweise durch Unfall oder Krankheit – ein Umzug notwendig ist oder ob sich die Barrieren durch gezielte Einbauten und Nachrüsten reduzieren und ausgleichen lassen.

Aufzugsknopf wird gedrückt © jaboo-foto, stock.adobe.com
Der Aufzug: Auf Knopfdruck nach Oben oder Unten © jaboo-foto, stock.adobe.com

Eine Möglichkeit, um auch die oberen Stockwerke lebenslang nutzen zu können, ist ein Aufzug. Wer hierbei direkt an große Kabinen denkt, die in jedem Hochhaus eingebaut sind und die Besucher innerhalb von Sekunden in die oberen Etagen bringen, liegt grundsätzlich richtig. Allerdings sind Aufzüge für Ein- oder Mehrfamilienhäuser in der Regel deutlich kompakter, da sie meist ja nur für eine bis zwei Personen ausgelegt sind.

Bei vielen Neubauten oder Renovierungen im Bestand wird der Aufzug schon eingebaut. Doch auch nachträglich kann ein solcher Lift oft ohne Probleme nachgerüstet werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema „Was kostet ein Aufzug“ vor und geben Ihnen Tipps, wie Sie die Aufzug-Kosten begrenzen und das beste Angebot für einen nachträglichen Aufzug-Einbau finden können.

Was kostet ein Aufzug?

So, wie sich die Kosten eines Pkw nicht pauschal und allgemeingültig benennen lassen, können auch die Kosten für einen Aufzug je nach Situation, Anbieter und Ausstattung deutlich variieren. Um Ihnen dennoch einen Eindruck von den möglichen Kosten zu geben, haben wir für Sie zwei modellhafte Preisbeispiele zusammengestellt – eins für einen Innenaufzug und ein vergleichbares für eine Lösung mit Außenaufzug.

Was kostet ein Aufzug? © foto_tech, stock.adobe.com

Kosten für einen Innenaufzug – Beispiel

Anzahl der Haltepunkte/Station 3
Fördergeschwindigkeit Langsam
Förderhöhe 8-10 Meter
Tragfähigkeit der Kabine 2-3 Personen, 250 kg
Antrieb Seilantrieb
Position Fahrstuhlschacht Im Treppenhaus
Geschätzte Kosten 25.000 – 55.000 Euro
Ein Segen für Rollstuhlfahrer: Ein Aufzug im Haus © Agence DER, stock.adobe.com
Ein Segen für Rollstuhlfahrer: Ein Aufzug im Haus © Agence DER, stock.adobe.com
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Kosten für einen Außenaufzug – Beispiel

Anzahl der Haltepunkte/Station 3
Fördergeschwindigkeit Langsam bis mittel
Förderhöhe 8-10 Meter
Tragfähigkeit der Kabine 2-3 Personen, 250 kg
Antrieb Hydraulik
Position Fahrstuhlschacht An der Außenfassade
Geschätzte Kosten 40.000 – 80.000 Euro
Haus mit Außenaufzug © andersphoto, stock.adobe.com
Haus mit Außenaufzug © andersphoto, stock.adobe.com

Wie setzt sich der Preis für den Aufzug zusammen?

Sie sehen, dass trotz teilweise vergleichbarer technischer Leistung oder Ausstattung die Kosten sehr stark durch die genaue Position des Aufzugs beeinflusst werden. Ein Innenaufzug ist dabei grundsätzlich günstiger als ein Außenaufzug, weil die erforderliche Dämmung, Isolierung und andere technische Anforderungen in einem geschlossenen Gebäude einfacher und damit günstiger zu realisieren sind als bei einer außenliegenden Installation.

Auch an den anderen Positionen in den Musterbeispielen können Sie ablesen, welche Faktoren sich auf die Kosten auswirken:

  • Aufzugtyp (Modell, Optik, Ausstattung, Hersteller usw.)
  • Größe und Kapazität der Aufzugkabine
  • Position (innen oder außen)
  • Anzahl der Haltestationen
  • Tragfähigkeit
  • Fahrgeschwindigkeit
  • Zusätzliche Ausstattungsmerkmale

Hierbei gilt: Die Kosten liegen umso höher, je besser, größer und schneller der gewählte Aufzug ist. Jeder der genannten Punkte hat einen erheblichen Einfluss auf die Kosten. Aus diesem Grund sollten Sie im Vorfeld z. B. genau prüfen, wie viele Personen gleichzeitig im Aufzug transportiert werden müssen oder ob tatsächlich eine Anbindung sämtlicher Etagen erforderlich ist.

Ein wesentlicher Kostentreiber ist zudem die Fördergeschwindigkeit: Im privaten Umfeld reichen im Regelfall langsame Aufzüge mit einer Fördergeschwindigkeit von 1 m/s vollkommen aus, denn damit sind Sie auch in weniger als 10 Sekunden vom Erdgeschoss im 2. Stock angekommen. Schnellere Aufzüge lohnen sich vor allem in höheren Gebäuden oder in Bereichen, in denen in Stoßzeiten viele Personen den Aufzug nutzen müssen, also z. B. in öffentlichen Gebäuden.

Welche zusätzlichen Kosten können für einen Aufzug noch anfallen?

Neben den genannten Kosten für den Aufzug selber fallen weitere Kosten für den Einbau, die Installation, die regelmäßige Wartung und den Unterhalt an. Hier ist ein Außenaufzug oftmals günstiger, da keine oder nur wenige bauliche Veränderungen im Haus vorgenommen werden müssen, um den Aufzug zu installieren.

Bei einem Innenauszug hingegen muss entweder ein geeigneter Ort für den Aufzugschacht gefunden werden (beispielsweise im Treppenhaus, sofern dort noch genügend Platz vorhanden ist, um die Kabine über alle Etagen zu führen), oder es müssen an anderen Stellen Durchbrüche in Decken und Böden vorgenommen werden. Diese reduzieren die Wohn- und Nutzfläche der angebundenen Wohnungen und erhöhen die Kosten, weil zusätzlich noch Baumaßnahmen in allen angebundenen Etagen erforderlich sind.

Bei den Neben- oder Betriebskosten müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen, deren genaue Höhe jedoch von den individuellen Gegebenheiten vor Ort abhängen:

  • Regelmäßige Sicherheits- und Funktionsprüfung (Endabnahme, technische Überprüfung)
  • Reinigung und Wartung
  • Unterhaltskosten (Strom, Antrieb, Austausch von Verschleißteilen)
Ein Aufzug muss regelmäßig gewartet werden © Andrey Popov, stock.adobe.com
Ein Aufzug muss regelmäßig gewartet werden © Andrey Popov, stock.adobe.com

Aufzüge werden in der Betriebssicherheitsverordnung als „überwachungsbedürftige Anlagen“ geführt. Das bedeutet, dass sie alle zwei Jahre im Rahmen einer Hauptprüfung durch einen Sachverständigen technisch geprüft werden müssen. Die Prüfung umfasst den Aufzug selbst und auch alle externen Sicherheitseinrichtungen, z. B. die Gegensprechanlage. Außerdem ist zwischen zwei Hauptprüfungen mittlerweile eine Zwischenprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle vorgeschrieben. Zugelassene Sachverständige sind beispielsweise TÜV, DEKRA und andere Überwachungsdienste. Die Kosten variieren allerdings sehr stark, daher können wir Ihnen hier leider keine verbindlichen Angaben zu den Prüfkosten machen.

Für Strom und Unterhalt lassen sich die Kosten dagegen schon genauer kalkulieren: Die Stromkosten hängen von der Förderhöhe und der Anzahl der bedienbaren Geschosse ab, von der Größe und Tragfähigkeit der Kabine, der Betriebsart sowie natürlich von der Anzahl der Fahrten, für die der Aufzug täglich genutzt wird. Dazu kommt der Stromverbrauch im Stand-by, etwa für die Hydraulik, die Beleuchtung und andere technische Installationen am Aufzug, die auch dann Strom benötigen, wenn die Kabine stillsteht.

Hier ein einfaches Rechenbeispiel zu den Stromkosten:

Aufzug mit 2 Haltepunkten und einer Fahrstrecke von etwa 5 Metern, Nutzung rund 10 Mal pro Tag Ca. 650 kWh pro Jahr
Zusätzlicher Stromverbrauch im Stand-by Ca. 450 kWh pro Jahr
Durchschnittliche Stromkosten lt. Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (Stand 01/2020) 31,37 Cent/kWh
Stromkosten bei 1.100 kWh pro Jahr Ca. 350 Euro

Sie sollten bei einer geringen Nutzung also mit etwa 350 Euro pro Jahr rechnen. Bei intensiverer Nutzung des Aufzugs können die Stromkosten auch deutlich höher liegen. Dazu kommen die Kosten für Wartung, Reparaturen und ggf. Reinigung des Aufzuges, für die Sie in Ihrem Budget sinnvollerweise ebenfalls einen fixen Betrag pro Monat einplanen sollten. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie einfach einen Wartungsvertrag mit dem Betreiber abschließen. Damit sollten dann jedoch möglichst alle laufenden Kosten für Verschleiß, Wartung und Reparaturen abgedeckt sein.

Wichtig: Sie sollten diese Nebenkosten von jedem Anbieter anhand von realistischen und bei allen Anbietern identischen Nutzungsdaten kalkulieren lassen. Denn gerade im Bereich Stromverbrauch, aber auch bei Service und Wartung können sich die jeweiligen Anbieter erheblich unterscheiden. Und fragen Sie konkret nach den Ein- und Ausschlüssen im Wartungsvertrag, denn auch hier haben die Anbieter zahlreiche Gestaltungsoptionen, darum sollten Sie hier ebenfalls genau hinsehen und sich ggf. von einem unabhängigen Experten beraten lassen.

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten für die Kosten eines Aufzuges gibt es?

Fördermittel- und Zuschüsse nutzen © DOC Rabe Media, fotolia.com
Fördermittel- und Zuschüsse nutzen © DOC Rabe Media, fotolia.com

Da für die Installation eines Aufzugs oft hohe Kosten anfallen, sind viele Immobilienbesitzer an Fördermöglichkeiten interessiert. Grundsätzlich muss hierbei unterschieden werden zwischen einem erforderlichen Umbau aufgrund einer Pflegestufe und einer vorausschauenden Umbaumaßnahme, mit der Sie Ihre Wohnung altersgerecht und barrierefrei gestalten wollen.

Liegt eine Pflegestufe des Bewohners vor, können Maßnahmen für den Umbau und die barrierefreie Umgestaltung mit bis zu 4.000 Euro pro Person von der Pflegekasse bezuschusst werden. Dieser Zuschuss kann mit anderen kombiniert werden, und das pro Maßnahme bis zu fünfmal. In einer Senioren-WG oder einer Alt-und-jung-Hausgemeinschaft mit bis zu 5 Bewohnern mit Pflegestufe können so maximal 20.000 Euro als Zuschuss gewährt und in einen Aufzug investiert werden.

Reicht der Zuschuss der Pflegekasse nicht aus oder erfüllen Sie nicht die Kriterien für diesen Zuschuss, müssen Sie dennoch nicht unbedingt auf Unterstützung verzichten. Denn die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bietet mit dem KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ einen zinsvergünstigten und altersunabhängigen Kredit von bis zu 50.000 Euro. Das ist in der Regel genug, um die Kosten für einen Aufzug zu decken.

Eine dritte Möglichkeit ist der KfW Investitionszuschuss „Barrierereduzierung“ 455-B: Wie der Kredit wird er unabhängig vom Alter gewährt. Es können bei Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung 10 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 5.000 Euro) übernommen werden. Und im Standard „Altersgerechtes Haus“ sind es sogar 12.5 Prozent (maximal 6.250 Euro).

Grundsätzlich ist eine Kombination der unterschiedlichen Fördermittel möglich, und ebenso könnten Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen auch weitere finanzielle Mittel von anderen Trägern zur Verfügung stehen.

Ist es sinnvoll, einen gebrauchten Aufzug zu kaufen?

Um die Kosten für einen Aufzug zu verringern, können Sie sich zum einen Angebote verschiedener Anbieter unterbreiten lassen und sich dann für das preislich attraktivste entscheiden. Das geht mit unserem kostenlosen Angebotsvergleich besonders einfach und schnell.

Des Weiteren können Sie sich natürlich auch nach einem gebrauchten Aufzug umsehen, denn zumindest in der Theorie lassen sich so die Anschaffungskosten durchaus um bis zu 50 Prozent reduzieren. Allerdings tatsächlich auch nur die Anschaffungskosten, denn die Kosten für Installation und Betrieb bleiben natürlich auch bei einem gebrauchten Aufzug voll erhalten. Sie könnten möglicherweise sogar höher sein, z. B. wenn der gebrauchte Aufzug technisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist.

Allerdings raten wir aufgrund der zahlreichen Risiken und Unwägbarkeiten von der Anschaffung eines gebrauchten Aufzugs ab und empfehlen Ihnen vielmehr, unseren kostenlosen und unverbindlichen Angebotsvergleich für einen neuen Aufzug zu nutzen. Damit können Sie die Kosten ebenfalls begrenzen und haben dennoch die Sicherheit, einen neuen Aufzug mit Garantie und Gewährleistung zu bekommen.

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