Umlagern Bettlägriger

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Umlagern Bettlägriger und Positionswechsel mit Hilfestellung durch Pflegende

Schwerwiegende Erkrankungen aber auch Gebrechlichkeit im Alter können zur Folge haben, dass die betroffenen Menschen über lange Zeit hinweg das Bett hüten müssen. Oft können solche Personen nicht einmal mehr selbständig und aus eigener Kraft eine andere Liegeposition einnehmen. Dann benötigen sie die Unterstützung von Angehörigen oder Mitarbeitern von Pflegediensten, die ihnen beim Umlagern behilflich sind. Das ist schon deswegen so wichtig, damit ein Wundliegen vermieden wird.

Seniorin im Bett wrd gepflegt © ake1150, stock.adobe.com
Seniorin im Bett wrd gepflegt © ake1150, stock.adobe.com
Was ist eigentlich Dekubitus?
Beim Dekubitus handelt es sich um ein Geschwür, das durch Druck entsteht. Es kommt dabei an bestimmten Körperregionen zu Schädigungen und Entzündungen der Haut. Der Vorgang wird daher auch als „Wundliegen“ bezeichnet. Das Dekubitus-Risiko steigt mit zunehmender Einschränkung der Beweglichkeit. Zu einem chronischen Dekubitus kommt es meist erst nach langen Liegezeiten (mehrere Wochen). Ein akuter Dekubitus kann jedoch bereits innerhalb von wenigen Stunden entstehen und stellt daher im Bereich der Pflege ein großes Problem dar.

Dekubitus-Prophylaxe
Um einen Dekubitus zu vermeiden, müssen folgende Punkte beachtet werden:

  • Der Bettlägrige muss regelmäßig umgelagert werden, da Liegen oder Sitzen in immer gleicher Körperhaltung über einen längeren Zeitraum hinweg zum Dekubitus führt.
  • Es ist darauf zu achten, dass der Bettlägrige vorsichtig bewegt wird. Ein Ziehen oder Zerren kann zu Verletzungen der Haut führen.
  • Wenn der Betroffene in eine andere Position gebracht wurde, ist darauf zu achten, dass er in dieser Haltung stabilisiert wird, zum Beispiel mit Hilfe von Kissen etc.
  • Eine Kontrolle der Haut des Bettlägrigen auf verdächtige Rötungen sollte täglich stattfinden.
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Eine Reihe von Hilfsmitteln kann den Pflegepersonen die Arbeit erleichtern:

Gleitmatte

Einsatzbereich: Umlagern Bettlägriger.

Anwendungsbeispiel:
Gleitmatten kommen vor allem bei Menschen zum Einsatz, die ihre Zeit ganz überwiegend liegend im Bett verbringen. Die Position des Liegenden muss dann möglichst regelmäßig gewechselt werden, um ein Wundliegen zu verhindern. Gleitmatten sind dabei eine große Hilfe für die pflegende Personen. Sie werden unter dem Pflegebedürftigen in das Bett gelegt, so dass sie über dem Bettlaken zu liegen kommen. Die Position des Bettlägrigen kann nun ohne große Mühe verändert werden.

Hebematte


Einsatzbereich:
Positionswechsel und Transport Bettlägriger.

Anwendungsbeispiel:
Der Bettlägerige kann mithilfe der Hebematte

  • im Bett in verschiedene Richtungen bewegt oder zum Beispiel
  • vom Bett aus auf eine andere Liegefläche transportiert werden.

Eigenschaften: Die Hebematte besteht aus äußerst strapazierfähigem Gewebe, das mit einer Gleitfläche beschichtet ist. Diese reduziert den Reibungswiderstand, wenn der Bettlägerige auf der Matte liegt und transportiert wird. Die Hebematte ist so konzipiert, dass sie einfach zusammen gefaltet und dann in der Halbseitenlage unter dem Körper des Liegenden wieder ausgeklappt werden kann. Das Material genügt auch strengen Hygieneansprüchen und kann gewaschen und desinfiziert werden.

Hebekissen

Einsatzbereich: Umlagern und Positionswechsel im Liegen oder Sitzen.

Anwendungsbeispiel:
Bettlägerige, die ihre Position nicht aus eigener Kraft verändern können, werden mit dem Hebekissen umgelagert. Der Bettlägerige liegt oder sitzt dabei auf dem Kissen. Zwei weitere Personen können ihn nun mithilfe der Haltegriffe an beiden Seiten befördern. Das Hebekissen verbleibt im Bett, damit der Patient auf Wunsch oder bei Bedarf jederzeit wieder mühelos umgelagert werden kann.

Eigenschaften: Das so genannte Patientenhebekissen kann man sich in etwa so vorstellen wie eine aufblasbare Luftmatratze (mit oder ohne Rückenstütze). Der Bettlägerige wird mithilfe einer Gleitmatte auf dem Hebekissen sicher positioniert und dann umgelagert oder transportiert. Hebekissen ermöglichen auch das komfortable Sitzen im Bett. Sie werden hierzu per Knopfdruck aufgeblasen. Die liegende Person wird so allmählich in eine sitzende Position befördert. Durch Ablassen der Luft wird der Bettlägerige wieder zurück in eine liegende Position gebracht.

Eine so genannte Wechseldruck-Matratze und Spezial-Kissen wirkt dem Verlust der Körperwahrnehmung entgegen und beugen so dem Wundliegen durch eine Überbelastung bestimmter Körperbereiche vor. Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag über Pflegebetten.

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